Bald in Händler-Apps: girocard wandert in den digitalen Check-out
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Christopher Kirsch von der EURO Kartensysteme GmbH über eine der größten Neuerungen im deutschen Zahlungsverkehr.
Denn, genau da passiert gerade ziemlich viel. Bei vielen Banken und Sparkassen gibt es die digitale girocard fürs Smartphone bereits – doch es tut sich noch mehr: Künftig wird sie auch direkt in Händler-Apps verfügbar sein. Damit wandert sie immer weiter in den digitalen Checkout. Sie soll Bezahlen und Kundenbindung verbinden, kann künftig auch Dinge wie Vorautorisierungen abbilden – und hat sogar einen eigenen Sound.
Also: Was passiert da gerade eigentlich? Wird aus der guten alten Bankkarte ein ziemlich cleveres Stück digitale Infrastruktur?
+++
Gast: Christopher Kirsch, Director Product Management, EURO Kartensysteme GmbH Host: Anja Borberg – Fragen, Feedback, einfach nur vernetzen – meld dich gerne bei mir über LinkedIn
+++
Websites/ Links:
Girocard In-App-Zahlung: https://www.girocard.eu/fuer-unternehmen/girocard-funktionen/in-app-zahlungen/
EURO Kartensysteme GmbH: https://www.girocard.eu
+++
Der Podcast für alle, die im Retail entscheiden und von den Besten lernen wollen.
Erfolgreiche Retail Manager:innen stellen hier im Podcast ihre neuen Projekte vor. Sie geben Einblicke in ihre Highs & Lows und teilen ihren Blick auf den Markt. So schauen wir exklusiv hinter die Kulissen der Handels- und Dienstleistungsunternehmen. On top versorgen wir vom EHI euch mit unseren neusten Forschungsergebnissen.
Jeden Mittwoch eine neue Folge – überall, wo es Podcasts gibt.
Der Podcast wird herausgegeben vom EHI LAB.
Wir vom EHI wissen wie der Handel tickt und liefern euch mit unseren Fakten eine wichtige Grundlage für eure Entscheidungen. Ihr wollt mehr über uns wissen? Ihr wollt das gesamte Portfolio des EHI kennenlernen? Dann hört euch unsere Folge über das EHI an: https://www.ehi-lab.org/podcast/folgen/folge-8/
Technische Produktion: Niklas Zorko
Transkript anzeigen
00:00:01: EHE Retail Insights.
00:00:05: Der Podcast für alle, die im Retail entscheiden und die von den Besten lernen wollen.
00:00:11: Herzlich willkommen bei den EHE-Retail Insides!
00:00:15: Mein Name ist Anja Bohrwerk und ich freue mich das ihr zuhört denn heute geht es darum dass die Jirokart offenbar gar keine Karte mehr sein möchte.
00:00:23: Rund einhundert Millionen.
00:00:26: So viele Giro-Cuts stecken gerade in deutschen Pochtmonis, das ist um es mal in Relation zu setzen mehr als die Einwohnerzahl Deutschlands und ich merke dass bei mir selbst eigentlich ständig.
00:00:37: Ich stehe irgendwo an der Kasse möchte nicht mit Kreditkarte bezahlen und dann geht's los!
00:00:42: Pochtmoney raus, Kater suchen Zücken ans Terminal halten zack Bezahlt Und dann denke ich mir warum?
00:00:50: Mein Smartphone habe ich sowieso in der Hand.
00:00:52: Und warum kann meine Girokarte nicht einfach da drin sein, wo ich sie im Alltag viel schneller zur Hand hätte?
00:00:57: Genau da passiert gerade ziemlich viel!
00:01:00: Bei vielen Banken und Sparkassen gibt es die digitale Giro-Kart für Smartphones bereits.
00:01:05: Doch es tut sich noch viel mehr – künftig wird sie auch direkt in Händler-Apps verfügbar sein….
00:01:12: Damit wandert sie immer weiter in den digitalen Checkout.
00:01:15: Sie soll bezahlen und Kundenbindung verbinden, kann künftig auch Dinge wie Vorautorisierung abbilden – und hat sogar einen eigenen Sound!
00:01:23: Also was passiert da gerade?
00:01:24: Wird aus der guten alten Bankkarte ein ziemlich cleveres Stück digitale Infrastruktur?
00:01:29: Genau das will ich heute von Christopher Kirsch, Director Product Management Euro-Kartensysteme wissen.
00:01:35: Wie schön, dass du mich hier in unserem Podcaststudio in Köln besuchst.
00:01:38: Hallo Christopher
00:01:41: Ja, guten Morgen.
00:01:42: Ich freue mich auch.
00:01:43: Ich bin immer gerne in Köln.
00:01:44: Ist ja auch eine schöne Stadt!
00:01:47: Die Girocard ist seit Jahrzehnten das meist genutzte Zahlungsmittel.
00:01:50: Wir im Haus kennen uns da gut aus mit den Studien und trotzdem war In-App Payment bisher gar nicht möglich.
00:01:57: Was war denn eigentlich die Hürde Christopher?
00:01:59: Also In-app Payments oder Zahlungen ist erst mal die Idee dass sich mit der GiroCard In-Händler Apps bezahlen kann.
00:02:06: Das ist ja heute auch schon möglich, wenn ich Apple Pay nutze.
00:02:11: Wenn ich also Kunde heute bei der Sparkasse bin oder bei der Commerzbank dann kann ich die Girocard schon mit Apple Pay verwenden, also auch in Händler-Apps.
00:02:20: Was jetzt neu ist bei diesem Thema Inappzahlung, ist dass ich eine gewissermaßen proprietäre Lösung im System entwickelt habe, die ohne einen Dritten, in dem Fall Apple auskommt.
00:02:31: und das muss man sich so vorstellen, dass sofern ein Händlern eben diese Lösung anbietet der Kunde in der Händler App einfach die Giro-Karte hinterlegt.
00:02:41: Hinterlegen heißt bei uns, dass eine Verknüpfung zu seiner Karten ausgebenden Bank hergestellt wird und das ich dann später bezahlen kann damit.
00:02:49: Und bezahlen muss ich mir auch so vorstellen, dass ich da nicht unbedingt eine digitale Karte habe in der App sondern das kann auch zum Beispiel ein QR-Code oder Barcode sein, den ich an der Kasse einscannen.
00:03:02: Das kann aber auch einen Bezahlbutton sein etwa wenn wie Lieferdienste oder eben, weiß ich nicht, ein Taxiunternehmen oder so Nutze.
00:03:11: Also es kann verschiedene Formen haben und wichtig ist nur dahinter immer eine Girokatzahlung, die ich auslöse.
00:03:18: Wie habt ihr geändert?
00:03:20: Ihr seid wirklich an den runden Tisch gekommen, habt euch ausgetauscht.
00:03:23: Jeder hat seine eigenen Anforderungen, Lastenpflichtenhälfte gegenübergelegt.
00:03:27: oder wie habt ihr das gemacht?
00:03:28: also wie seid ihr mit diesen Geschwindigkeit von Innovationen?
00:03:31: Ja, wir haben vor vier Jahren angefangen im Girocard-System ein paar Änderungen vorzunehmen.
00:03:37: Es gab von der EKS als Firma vorher vor allem die Bereiche GiroCard Marketing, Lizenz und Sicherheitsmanagement.
00:03:46: das waren so die dekernen Themen.
00:03:48: Wir haben aber dann vor vier jahren mal sozusagen auch mit der deutschen Kreditwirtschaft als unsere Anteilsachner gesprochen und haben gesagt, wir müssen dem Giro Card System ein paar Dinge ändern denn Wir hatten natürlich ein bisschen so einen Innovationsstau und mussten dann Tempo gewinnen.
00:04:05: Du hast es am Anfang gesagt, also wir wollen digitaler werden, wir wollen die Giro-Kart ein Stück weit mehr in andere Formfaktoren reinbringen nicht nur die physische Karte haben sondern auch eben in Apps rein, in Wallets Und haben dann sozusagen gesagt, wir müssen da was tun und so ist das Produktmanagement entstanden.
00:04:24: Das Produktmanagement also dass ich mit meinem Team jetzt machen darf kümmert sich darum eben wie du sagst Fachkonzepte konzeptionell zu erarbeiten am Ende auch mit unserer Schwesterfirma SHC in Bonn Spezifikationen zu schreiben und am ende ein Vertragswerk aufzusetzen für diejenigen die die neuen Funktionen machen wollen.
00:04:46: Wir machen das im Rahmen einer Pilotphase bei neuen Funktionen, die dann nach einer gewissen Zeit in einem Regelbetrieb überführt werden.
00:04:54: Und wenn da so viele Markte wahrscheinlich sind?
00:04:57: Auf beiden Seiten Händlerin als auch Konsumentinnen, die so wie ich fragen wann kommt das denn endlich...
00:05:03: Ja, vieles ist schon da.
00:05:05: Also wenn ich sage wir haben vor vier Jahren angefangen dann haben wir natürlich in der Zeit schon einiges geschafft und ich finde auch das kann sich durchaus sehen lassen.
00:05:13: Ich habe gerade das Vertragswerk genannt.
00:05:15: bei In-App ist es so beispielsweise dass wir da das seit Anfang Juni vorliegen haben.
00:05:20: Das heißt jeder Marktteilnehmer kann sich diese Anforderung die wir haben also fachlicher Art technischer Prozessor aller Art ansehen.
00:05:30: Wir haben auf unserer GiroCAD.eu einen Bereich auch, wo man diese Dokumente runterladen und einsehen kann.
00:05:37: Und weil ich sage das ist sehr dezentral heißt es natürlich dass jetzt auch die Markteilnehmer selbst gefordert sind.
00:05:43: Da kommen wir aber gleich glaube ich noch mal zu.
00:05:46: Ich habe bei der Vorrecherche gesehen ,dass es die Girocard seit Und ich finde dann in diesen fünf, dreißig Jahren ist ja technisch unfassbar viel passiert.
00:06:00: Wenn man überlegt das da vorher, dass Zahlen mit einer Karte gar kein Thema war und heute das Thema mit Zahlen ob jetzt digitale Karte oder nicht.
00:06:09: Das ist ja unfassbar viel passiert in diesem Zeitraum, ne?
00:06:12: Ich finde das auch und ich erwische mich manchmal selber also dass ich denke das ist jetzt so normal geworden.
00:06:17: Ich kann mich noch an die Zeit erinnern wo man in Restaurants gegangen ist und dann wollte man am Ende mit der Karte zahlen und dann hat das Restaurant gesagt naja Karte akzeptieren wir nicht.
00:06:27: und dieses Problem das sehe ich heute gar nicht mehr.
00:06:31: Das is vielleicht ein Edge Case nur
00:06:32: noch oder seit der Pandemie das Zahlen beim Bäcker, also bei Kleinstbeträgen die mit der Kartezahl sind.
00:06:38: Ich wollte morgen noch in einem Café das hier sehr früh eröffnet ist absolut digitales.
00:06:42: man kann nur digital ordern und kann auch nur digital bezahlen und ich kann rein und dann sagen sie heute geht nur bar!
00:06:48: Und da habe ich die wirklich angucken dachte so da war selbst ich in der Situation was ich dachte Ich habe aber kein paar Geld.
00:06:54: Und da musste ich leider diesen schönen Kaffee verschmähen und hatte heute wirklich das Gefühl, okay...
00:06:59: Ja, und interessanterweise, das stellen wir jetzt bei der Girocard auch fest ist es ja so Wir sind ja sehr stark im stationären Bereich.
00:07:06: Also du sprichst den Bäcker an, ich das Restaurant und trotzdem sehen wir dass auch eben das Thema App immer bedeutsamer wird auch im stationären Bereich.
00:07:16: also das Problem was ich habe wenn ich zu stark auf diese Plastikkarten setze ist da sich damit ja selbst im stationären Bereich gar nicht mehr weiter kommen.
00:07:25: also wenn ich jetzt hier aus eurem Studio gehe und vielleicht mit einem e-Scooter fahre oder oder das Taxi rufe Das mache ich über Apps und das heißt Ich bezahle über die Apps.
00:07:34: Es wird also zunehmend digitaler auch im täglichen Leben um uns herum und das ist eben die Herausforderung, die wir jetzt haben.
00:07:41: Wichtig ist ja immer auch so ein bisschen was kostet, was bringt der Business Case dabei?
00:07:45: Was würdest du denn sagen für wen ist dieses in App wirklich sinnvolle Use Case und wieso eben auch
00:07:52: Ich denke erst mal natürlich für alle, die Apps anbieten und sagen sie wollen ein reichweiten starkes weit verbreitetes Zahlungsmittel anbieten in der App.
00:08:03: Und dafür ist die Girocard eben prädestiniert weil Sie mit hundert Millionen Karten wirklich jeder deutsche besitzt.
00:08:09: eine von daher haben wir da gute Grundvoraussetzungen Wir müssen nicht erst irgendwie einen Kundenstamm aufbauen sondern wir setzen sozusagen auf dem auf was wir schon haben.
00:08:19: Und das Zweite ist, dass das GiroCAD-System ja einige Vorteile bietet.
00:08:23: Da ist die bekannte Kosteneffizienz also wir sind kostengünstig unterwegs.
00:08:29: Ja immer die Frage wie man das im Verhältnis sieht.
00:08:31: aber ich würde sagen, dass es doch sich sehen lassen kann und das wollen wir auch bei InNAP beibehalten.
00:08:36: Wir sehen InNAPP sozusagen als Erweiterung im postnahen Bereich im stationären Umfeld Und das heißt, wir setzen auch was die Konditionen angeht auf dem auf.
00:08:47: Was wäre aus dem stationären Bereich bisher mit der Giroukat haben und eben nichts.
00:08:51: sozusagen dass man vielleicht so aus E-Commerce oder online Bereichen kennt?
00:08:56: Kleine Ergänzungen, Posts, POS, Point of Sale.
00:08:59: für alle, die vielleicht nicht so ganz tief im Thema drin sind.
00:09:02: Ja spannend kommt mir eben auch ganz viele Einkaufssituation vor Augen wo natürlich auch der Händler die Händlerin sagt uuh Zahlung ist erst ab so und zu viel möglich und dann krat man nochmal doppelt Herausforderung, weil man braucht das Bargeld und oder einen höheren Betrag.
00:09:18: Also Kosteneffizienz, das klingt schon gut!
00:09:20: Was bedeutet das denn konkret für die Händlerinnen, die heute schon Apple Pay, PayPal einfach andere Zahlungsmittel anbieten?
00:09:28: Jetzt für dich natürlich so eine Art Kultur-Action Werbetrommel.
00:09:31: Wann lohnt sich denn der Wechsel oder einen Ergänzung?
00:09:33: Ja, also sagen wir mal so aus Gimnsicht bin ich natürlich auch dafür dass das Digirocard in diese Wallets kommt wie Apple oder vielleicht auch mal Google Pay oder sowas.
00:09:43: Von daher sind wir da erstmal neutral.
00:09:46: Wir wollen einfach die DIGIROCARD in möglichst vielen Smartphones oder Formfaktoren digitaler Arzt sehen über welchen Weg?
00:09:53: Da sind wir offen.
00:09:55: Für ein Händler stellt sich natürlich die Frage, was mache ich?
00:09:58: Und ich glaube am Ende muss jeder Händler selber schauen, was zu ihm passt.
00:10:03: Die Inapp-Zahlungen sind jetzt gewissermaßen so eine Art native Lösung.
00:10:07: Das heißt wir kommen ohne einen Dritten aus in dem System.
00:10:10: das ist komplett dass die Infrastruktur des Chirokart Systems ohne andere Player wie zum Beispiel Apple oder sowas ja.
00:10:18: Das heisst natürlich zeigt sich das am ende dann auch in den Konditionen, die wir haben.
00:10:22: andererseits, natürlich solche Wollets wie Apple funktionieren ja auch deswegen weil sie einen bekannten Namen haben.
00:10:28: Weil Kunden das nutzen.
00:10:29: und deswegen würde ich immer sagen schön dass es Alternativen gibt und ich glaube jeder Händler muss für sich gucken was passt zu ihm uns einem Geschäftsmodell.
00:10:38: Gibt es denn schon Partner mit denen ihr die In-App Zahlung erfolgreich in die Praxis gebracht habt?
00:10:44: Und natürlich was alle hören wollen Was sind die Lessons learned daraus?
00:10:48: Ja, wir hatten ja bei euch auf dem EHI-Kongress dieses Jahr so eine echte Premiere.
00:10:53: Weil wir genau an dem Tag als ich da auch auf der Bühne stand angekündigt haben dass wir das In-App Thema zusammen mit Payback als Pilotpartner machen werden.
00:11:03: Das heißt Payback entwickelt gerade und ist dabei Machen gute Fortschritte, also wir gehen davon aus dass wir das im nächsten Jahr dann auch sehen werden.
00:11:13: Wir haben noch weitere Händler mit denen war arbeiten wo wir entweder schon in Entwicklungen sind oder halt Gespräche führen um das reinzubringen.
00:11:22: Wie gesagt, das Wichtigste ist dass sozusagen alle Anforderungen da sind.
00:11:25: Und das ist seit wie gesagt Sommer der Fall und jetzt kommt es eben drauf an, dass alle Marktteilnehmer implementieren.
00:11:32: wir brauchen natürlich immer Bankeninstitute die diese Lösung auch ihren Kunden anbieten.
00:11:38: Wir haben mit der Sparkassenfinanzgruppe einen Pilotpartner, der direkt von Anfang an gesagt hat ich mache das Das ist für mich ein toller Case auch die Zirokart voran zu bringen und sie sind auch mittendrin in der Entwicklung.
00:11:51: Und wir haben mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe einen zweiten großen Player, der auch gesagt hat er wird das jetzt machen.
00:11:58: Ich gehe davon aus dass wir das dann auch in siebenzwanzig sehen werden.
00:12:02: Das Wide Listening ist ein echter Game Changer gerade für das Thema Scan and Go!
00:12:06: Dass ja mehr und mehr im Handel stattfindet.
00:12:08: kannst du uns da vielleicht nochmal so ein bisschen mehr für den Hintergrund oder hier Ja, bedürfen Sie davon erklären?
00:12:13: Dann muss ich vielleicht noch mal erklären was Weitlisting überhaupt ist.
00:12:16: Das wäre
00:12:16: klasse!
00:12:17: Also das Weitlisting ist rein regulatorisch ein Ausnahmetatbestand der Zahlungsdienstrichtlinie PSD-II und heißt so viel, dass ich einen vertrauenswürdigen Händler gewissermaßen weitlisten kann als Kunde.
00:12:32: Und das bedeutet soviel, dass sich den Händlers eben auf diese besagte Weitliste setze – das mache ich in der Sphäre meiner Bank – und das bedeutet dann, wenn ich zukünftig bezahle bei diesem Händner auf eine starke Kundenauthentifizierung für die Transaktion verzichten kann.
00:12:50: Und das ist insofern entscheidend bei der Konzeption von In-App Zahlungen, als dass uns ja auch die User Experience ganz wichtig ist.
00:12:59: Wir werden bei In-app sicherlich Situationen haben wo wir auch im Supermarkt an der Kasse zum Beispiel mit einem Barcode oder der gleichen bezahlen.
00:13:08: Und da muss es schnell gehen am Checkout, das wissen die Händler.
00:13:11: jede Sekunde kostet und wenn ich da noch eine Authentifizierung mache dann geht wertvolle Zeit verloren.
00:13:17: und deswegen haben wir gesagt führen wir dieses Weitlisting ein, der Kunde kann also diesen besagten Händlern auf die Liste vertrauenswürdiger Händlersetzen und wenn er dann bezahlt, dann fällt eben keine SCA an genau.
00:13:30: Das kannte ich jetzt auch noch nicht
00:13:32: Genau.
00:13:32: das ist definiert, da gibt es feste Regeln für.
00:13:36: Aber fürs Yerukad-System ist das tatsächlich was ganz Neues.
00:13:40: Da betreten wir jetzt auch Neuland und das ist ein Novum insofern als dass wir ja immer sagen jede Zahlung ist stark authentiziert.
00:13:47: Es gibt natürlich auch Holzschirnausnahmen Das kennen die Kunden zum Beispiel bei Beträgen unter fünfzig Euro oder auch im ÖPNV Bereich.
00:13:56: aber wir kennen es eben noch nicht weil sagen wir mal dem dauerhaften Einsatz Und von daher machen wir da jetzt was Neues.
00:14:03: Ich glaube, das ist ein großer Schritt auch hin Richtung Convenience und von daher ja glaub ich ist es wirklich auch nochmal einen USP für In-App Zahlung
00:14:13: Ja, und diese User-Experience ist ja wichtig.
00:14:15: Denn auch als Kunden frage ich mich oft warum muss ich das jetzt hier nicht?
00:14:19: Warum muss ich dann dort ein Pin eingeben?
00:14:21: Warum musste ich unterschreiben?
00:14:22: Das sind ganz viele Fragezeichen die man auch auf der anderen Seite hat.
00:14:25: Und für den Händler ist der Prozess natürlich deutlich einfacher.
00:14:28: Genau es ist natürlich so wenn ich auf einer SCA verzichte Dann habe ich ein gewisses Risiko.
00:14:35: SCA, also Strong Customer Authentication, starke Kundenauthentifizierung genau.
00:14:41: Ich hab aber ein gewisses Risiko weil ich natürlich nicht jede einzelne Transaktion durch so eine Authentifikation absichere.
00:14:48: Und deswegen machen wir jetzt im Zuge von In-App noch etwas Zweites, was wir neu einführen und das ist das sogenannte Dispute Management.
00:14:55: Also wieder, wir sind ja im deutschen Raum unterwegs.
00:14:58: also es geht eigentlich um Bestreitensfälle.
00:15:01: wenn ein Kunde die Transaktion bestreitet dann führen wir in Zukunft auch im Rahmen dieses In-app Prozesses ein Mechanismus ein wo zumindest geguckt wird.
00:15:11: gibt es denn einen Grund dass ein Kunderanspruch auf eine Erstattung hat bzw muss der Händler vielleicht in dem Bereich auch was zurückerstatten.
00:15:20: Das ist allerdings an starre Regeln gebunden.
00:15:23: Bei uns geht es vor allem darum, zu gucken hat alles einwandfrei funktioniert?
00:15:28: technisch war die App nicht komprimitiert aber wir gucken jetzt weniger auf sowas wie Käuverschutz also dass ein Kunde die Leistung an sich bestreitet.
00:15:37: das ist ausdrücklich nicht der Scope des Ganzen.
00:15:39: Aber wir müssen natürlich so was vorsehen weil das kann in der Theorie natürlich immer mal vorkommen dass ein kunde sagt diese Transaktion habe ich an dem Tag nicht ausgeführt und dann prüfen Grund, ob sozusagen technisch alles da war oder nachweise und sorgfeilspflichten eingehalten
00:15:55: wird.
00:15:55: Dann wird ein Giro-Card Fall eröffnet quasi.
00:15:58: Genau.
00:16:00: Gibt es denn schon Erfahrungen Pilotprojekte die ihr gemacht habt?
00:16:03: Das haben wir uns so gewünscht und gedacht, aber das war nicht rund.
00:16:06: Das muss man noch mal machen?
00:16:08: Immer!
00:16:09: Das ist ja meistens... Aus
00:16:09: Fehlern lernen.
00:16:11: Und das ist auch das Wichtige.
00:16:13: Ich glaube in den letzten vier Jahren haben wir unheimlich viel gelernt vor allem was so Dynamiken im Markt angeht.
00:16:19: Wir müssen mit vielen Menschen und unterschiedlichen Stakeholdergruppen arbeiten Ja, auch irgendwie ein Gefühl dafür entwickeln.
00:16:26: Wer will was und wer hat welche Interessen?
00:16:28: Und am Ende muss es aber alles zusammenkommen und es muss am Ende einen Konsens geben.
00:16:33: Ich glaube da haben wir alle daraus gelernt aus diesem Prozess, haben bisschen besser verstanden, was wem wichtig ist und uns ist wichtig dass wir das für die Zukunft anwenden und mitdenken.
00:16:44: Dann verstehe ich so, wenn ich Payback schon die App habe oder über Händlerin nutze.
00:16:49: Das heißt dann könnte ich diese Giro in App Funktion schon nutzen.
00:16:53: aktuell
00:16:54: Aktuell noch nicht, das ist in Entwicklung.
00:16:57: Zwei sieben
00:16:57: zwanzig.
00:16:58: Genau.
00:16:58: aber dann wird die Girocard als weitere Bezahlmethode in der PaybackPay App verfügbar sein was dann heißt dass überall dort wo paybackpay auch akzeptiert wird?
00:17:09: Die GiroCard einsetzbar ist.
00:17:11: Prima!
00:17:12: Dann kommen wir jetzt dazu.
00:17:13: was kann ich denn wirklich konkret tun?
00:17:15: zurück zur Inapp.
00:17:16: Ich bin Händlerin und da denke ich das klingt ja spannend möchte ich auch möchte irgendwie Konvinienz für meine Kunden erreichen.
00:17:23: Was ist mein nächster Schritt, wie lege ich los?
00:17:26: Ja im Grunde würde ich sagen.
00:17:28: Ich habe hier schon das Download-Portal genannt.
00:17:30: auf unserer Webseite am besten einfach mal sich die Unterlagen durchlesen.
00:17:35: Im GyroCAD System ist es so dass wenn wir diese Funktion einführen Insbesondere natürlich die Netzbetreiber eine große Rolle spielen, weil das sozusagen die natürlichen Partner sind.
00:17:46: Das ist der Erstkontakt wenn man aus dem Girocard-System technisch herausgeht und dann dahinter steht für uns der Händler.
00:17:53: es bietet sich also an wenn ich Händlern bin und sage Ich habe Interesse an der Funktion in Erbzahlung dass ich dann mich mit meinem Netz Betreiber mal zusammensetze beziehungsweise ihn anspreche oder Wenn ich keinen netz betreiber hab Oder vielleicht einen such auch gern an uns herankommt tun dann unser möglichstes in Kontakt herzustellen.
00:18:11: Aber das hat sich jetzt auch, weil du vorhin von Lessons Learns sprichst bewährt, weil ich sage immer Pärchenbildung, dass man sagt, man hat einen Händler und ein Netzbetreiber die es dann zusammen machen.
00:18:23: und ich glaube der eine oder andere Netz Betreiber ist ja auch schon etwas weiter im Prozess hat sich das angesehen.
00:18:28: also von daher kann da auch irgendwie ein Vorteil entstehen.
00:18:32: Können wir auch gerne in den Show-Nutz noch mal verlinken, vielleicht die Homepage.
00:18:36: Wo ich dann direkt zu den Informationen komme, die ich suche.
00:18:40: Du hast ja oft gesagt, ihr sitzt auch oft mit Händlerinnen zusammen.
00:18:43: Welche Wünsche und Anforderungen stellt denn der Handel an euch?
00:18:48: Und wie reagiert ihr darauf, dass sie letztendlich ein Benefit für das Bezahlen von morgen ist?
00:18:56: Die Händlern wollen natürlich ... Dass sich die Siroc hat erst einmal ganz generell weiterentwickelt.
00:19:02: Dem gehen wir jetzt auch nach, also Inhabzahlung ist ein Teil.
00:19:05: Wir haben aber auch in den letzten Jahren daran gearbeitet die Zahlungsfunktion an sich selber zu erweitern und nicht nur einmal-Zahlungen anzubieten sondern auch Sachen wie Betrag vielleicht vorreserviert, vorautorisiert oder nachbelastet wird.
00:19:22: Solche Sachen sind bereits definiert und liegen vor Und was wir von Handelsseite immer wieder hören, ist dass wir digitaler werden sollen.
00:19:30: Dass wir sozusagen stärker noch in die Wollets mit der Girocard kommen sollen.
00:19:35: Das ist auch ein Wunsch den wir haben.
00:19:37: das machen ja nicht nur wir alleine sondern das sind natürlich dann auch die Banken und da sind wir einen ganz intensiven Kontakt.
00:19:43: Das würde mich auch sehr freuen weil meine Freundin zahlt immer mit der Uhr und ich packt aus dem Opernier erst mal die Karte aus, weil das eben bisher leider nicht funktioniert.
00:19:51: Klasse!
00:19:51: Ich freue mich aufs Pro-Siebenzwanzig so am Ende.
00:19:54: Ich hatte letztens die Michael Arendt von HEMA zu besucht.
00:19:57: Die hatte so den Ansatz, zu sagen hey habt ihr Lust Städte zu benennen wo eine HEMA-Filiale hinkommt?
00:20:02: Hast du so ne Art Call to Action das du sagst?
00:20:05: ich würde mir wünschen dass Händlerinnen nach dieser Folge auf mich zukommen oder dass mehr Einforderner mehr Themen an euch adressieren.
00:20:13: Ja, immer.
00:20:13: Also das ist ja gewissermaßen ein Mitmachsystem.
00:20:17: Das heißt wir können zwar viel machen aber wir brauchen immer die Rückkopplung aus dem Markt.
00:20:21: Wir brauchen Feedback denn am Ende wissen Händler, wissen Netzbetreiber, wissen Banken immer am besten was ihre Kunden brauchen und worauf es zu achten gilt.
00:20:30: Wir sehen unsere Rolle auch darin zu moderieren und vor allem Dinge uns anzusehen und zu verarbeiten und gemeinsam zur Lösung zu kommen.
00:20:36: Aber dafür brauchen wir natürlich den Input und das heißt wir sind heute schon mit ganz vielen Händlern in Kontakt aber Deutschland ist so groß, es gibt so viele Händler.
00:20:45: Also wer Interesse hat der soll auch gerne noch mal auf uns zukommen.
00:20:49: das andere ist und das ist ein bisschen mein Appell wenn ich sage es ist ein Mitmachsystem dass man natürlich auch manchmal so eine Bringschuld hat im Sinne von Es ist natürlich toll wenn sich dann die Leute mit der Materie beschäftigen Wenn wir zum Beispiel konzeptionell arbeiten das dann auch mal gereviewt wird Das geguckt wird gibt es da Hürden Dass wir sozusagen auch ein konstruktives Feedback bekommen uns am Ende mehr auch in der Beschleunigung nach hinten raus, wenn sage ich mal Probleme früh angesprochen werden oder Herausforderungen und wir dann nicht irgendwann im Laufe wo wir dann vielleicht schon an einer kritischen Stelle sind sozusagen mit Dingen das dann Dinge aufploppen.
00:21:28: Also von daher genau mitmachen, kritisch hinterfragen wertvolles Feedback geben.
00:21:33: Das sind so die Sachen die wir uns wünschen.
00:21:36: Prima, mehr Offenheit kann man gar nicht in den Raum werfen.
00:21:40: Klasse!
00:21:41: Feedback hilft halt immer ne?
00:21:42: Absolut ja.
00:21:43: Ja Christopher ich sage mal danke das war doch kurzweilig und informativ.
00:21:49: mich hast du weil ich finde es toll wenn das kommt und ich die jene gewinne die auch ganz locker flockigt das Smartphone oder die Uhr hinhält wie auch immer.
00:21:57: Danke für deinen Besuch hier in Köln und den Blick hinter die Kulissen.
00:22:00: Vielen Dank.
00:22:01: Vielleicht sprechen wir uns ja noch mal wieder, wenn das Ganze ans Laufen kommt und man kann nur wie ein paar Best Practices teilen.
00:22:06: Ich
00:22:06: hoffe dass wir es im nächsten Jahr machen können!
00:22:10: Also das Fazit passt in Einsatz.
00:22:12: die Girocard kommt in die App Und wer als Händlerin jetzt hinschaut der ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
00:22:20: Wenn euch diese Folge etwas mitgegeben hat dann abonniert doch die EHE Retail Insights auf Spotify Apple Podcasts und auch überall dort wo ihr Podcasts hört.
00:22:30: Jeden Mittwoch gibt es eine neue Folge, immer mit dem Blick hinter die Kulissen des Handels.
00:22:35: Und falls ihr ein Thema habt das den Handel gerade beschäftigt oder jemanden kennt der hier unbedingt erzählen sollte dann schreibt mir gerne auf LinkedIn.
00:22:43: Ich sage tschüss bis zur nächsten Folge Eure
00:22:57: Anja.
Neuer Kommentar