Die Zukunft von Click & Collect
Shownotes
In der neuen Folge der EHI Retail Insights widmen wir uns einem Use Case, der auf den ersten Blick simpel klingt und in der Praxis einer der ehrlichsten Reifegradindikatoren für Handelsorganisationen ist: Click & Collect.
Denn wer Click & Collect heute wirklich effizient gestalten möchte, muss Prozesse, Entscheidungslogik und Systemarchitektur zusammendenken. Genau darin liegt die eigentliche Grundlage für den sinnvollen Einsatz von Agentic AI und Physical AI.
Gemeinsam mit Emily Ruttka von adesso SE spreche ich darüber, warum KI nicht an Modellen scheitert, sondern häufig an Prozessen, weshalb Entscheidungslogik künftig zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird und warum Robotik nur dann Mehrwert schafft, wenn die organisatorischen Voraussetzungen stimmen.
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Gast: Emily Ruttka, IT-Consultant, Line of Business Retail, adesso SE
Host: Tobias Röding, Senior Retail Expert, EHI Retail Institute
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Fragen, Feedback oder Interesse am Austausch zur Initiative KI im Handel? https://ki-im-handel.ehi.de/
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Der Podcast für alle, die im Handel Verantwortung übernehmen und von führenden Expertinnen und Experten lernen möchten.
In EHI Retail Insights sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Handel, Industrie und Technologie über aktuelle Entwicklungen, innovative Projekte und die Herausforderungen der Handelswelt. Unsere Gäste geben exklusive Einblicke in ihre Erfahrungen, teilen Best Practices und ordnen zentrale Zukunftsthemen für den Handel ein. Ergänzt werden die Gespräche durch aktuelle Erkenntnisse aus der Handelsforschung des EHI Retail Institute.
Jeden Mittwoch erscheint eine neue Folge – überall, wo es Podcasts gibt.
Der Podcast wird vom EHI LAB herausgegeben. Alle Folgen und weitere Informationen zum EHI LAB findet ihr unter: https://www.ehi-lab.org/
Wir vom EHI Retail Institute analysieren den Handel, identifizieren relevante Trends und liefern fundierte Fakten als Grundlage für strategische Entscheidungen. Mehr über unsere Arbeit und unser Leistungsportfolio erfahrt ihr unter: https://www.ehi.de/
Technische Produktion: Philipp Lusensky
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:17: Ich melde mich nur ganz kurz zu Beginn, denn heute hört ihr einen Deep Dive zum Thema IT und er wurde von unseren KollegInnen gestaltet.
00:00:24: Viel Spaß mit neuen Impulsen direkt aus der
00:00:26: Praxis!
00:00:29: So, wir sind heute hier im AI.
00:00:31: Ich hab' heute einen tollen Studio gehabt, Emily!
00:00:35: Ich freu mich mega dass du da bist.
00:00:37: Du wohnst gar nicht weit von hier.
00:00:39: Stell dich einfach mal vor, du bist heute das erste Mal bei uns.
00:00:42: Deshalb erzähl wer du bist was du machst wo du herkommst.
00:00:45: Genau danke Tobi.
00:00:47: ich bin Emily Rutger und komme aus der ADESSO SE und berate unsere Kunden im Handelssektor rund um das Thema KI.
00:00:57: Ich komme gar nicht so weit her, ich komme aus dem Rheinland.
00:00:59: Das ist richtig und arbeite in Bonn.
00:01:03: Und genau wir entwickeln halt schon seit etwas längerem verschiedene Use Cases für unsere Kunden entlang der ganzen Wertschöpfungskette was KI betrifft und werfen vielleicht auch da den einen oder anderen kritischen Blick drüber.
00:01:16: Ja, ich freue mich heute auch jetzt sein zu dürfen!
00:01:19: Du hast ein super spannendes Thema mitgebracht Ein Thema, was uns als AI natürlich auch schon seit Monaten, wenn nicht gar Jahren umtreibt.
00:01:28: Das ganze Thema Agentic AI, Physical AI und Robotics ist etwas das sich jetzt bei uns sehr stark etabliert hat, was bei euch noch viel stärker in den Prozessen eine Rolle spielt.
00:01:39: Wir wollen heute das Thema Klick- und Kollekt so ein Stück weit vertiefen.
00:01:44: Jetzt haben wir Anfang der Zweitausender, das erste Mal sind wir damit in Kontakt gekommen.
00:01:49: Wir merken dass es für die Endkunden immer mehr auch eine Rolle spielt.
00:01:52: In der Corona Zeit war es ein ganz großes Thema.
00:01:55: Wir sehen, wir hören, dass etwa zehn bis fünfzehn Touchpoints vom Endkund aus angesteuert werden bevor der Kauf letztendlich ausgelöst wird.
00:02:03: Kannst du uns da so ein bisschen mitnehmen warum das Thema für euch so eine essentielle Rolle spielt?
00:02:08: Genau.
00:02:09: Also für uns ist Klicken Collect eigentlich so der Beispiel Use Case, den man anwenden kann um Richtung Agentik AI und Physiker AI auch zu blicken was ja immer mehr in aller Munde kommt Und vor allen Dingen auch wo wir immer mehr Fragen von unseren Händlern bekommen.
00:02:26: Das ist deswegen so.
00:02:27: Man auf den ersten Blick scheint das Ganze eher sehr simpel zu wirken weil man sagt okay Der Kunde bestellt etwas Dann holt er die Ware halt ab und dann ist der ganze Prozess fertig.
00:02:37: Aber in der Realität, wenn man das Ganze mal wirklich betrachtet und ehrlich hinterblickt, zwingt es halt auch nicht nur die digitalen Systeme zu arbeiten sondern mit den physischen Prozessen zusammenzuspielen.
00:02:49: Und genau hier sehen wir einen großen Potenzial für den Einsatz von KI, weil man hier genau daran sieht wie man sehr schnell – und wie reif eine Organisation eigentlich technologisch aber auch processuell aufgestellt ist.
00:03:04: Und genau deswegen ist das eines der Use-Cases, die uns im ganzen KI-Umfeld auch sehr beschäftigt.
00:03:09: Wir sehen aktuell in unterschiedlichen Studien dass die Bereitschaft sich damit auseinanderzusetzen so ein Stück weit variiert.
00:03:18: aber jetzt kann man bisschen behaupten, dass wir bei ungefähr fünfzig Prozent Nutzern sind für die das eine generelle Option ist und es hat natürlich auch ganz klare Vorteile wenn's um Verfügbarkeitsprognosen geht.
00:03:29: Wenns eben auch darum geht Zeitfenster der Abholung sicherzustellen.
00:03:34: sprich Es hat sowohl kundenseitig als auch Für den Händler große Mehrwerte und da sprechen mir noch gar nicht über Das Thema Crosshailing-Option.
00:03:44: Wir sehen aber auch Dass sich der Reifegrad wie du gerade angesprochen hast unterscheidet.
00:03:48: was macht Klick & Collect aus technischer Sicht so anspruchsvoll.
00:03:53: Ich glaube, Klick und Collect ist halt kein einzelnes System wie man es halt irgendwie aus einem ERP-System zum Beispiel kennt sondern halt eher eine Kette von Entscheidungen.
00:04:03: also sie folgt halt keiner linearen Prozesskette sondern ist halt Ereignis gesteuert.
00:04:08: und soweit z.B.
00:04:10: jetzt ein Auftrag reinkommt stellen sich halt oft viele verschiedene Fragen wo befindet sich die Ware eigentlich wirklich gerade im Store?
00:04:18: Ist sie gerade im Regal, ist sie vielleicht im Backroom?
00:04:21: Ist die vielleicht auch schon reserviert durch einen anderen Kunden und dann natürlich auch daraus resultierend.
00:04:27: Wer übernimmt die Aufgabe das die Wahrheit auch verpackt wird und wann wird das ganze dann verpackte und in welcher Priorität wird die ganze Aufgabe auch gesteuert?
00:04:37: Und viele Informationssysteme informieren halt heute darüber dass ein Auftrag zwar existiert Aber sie entscheiden halt nicht wirklich, wie dieser Auftrag im Store optimal abgeweckelt wird.
00:04:49: Und genau hier entsteht eine Entscheidungslücke und das ist meistens auch so ein bisschen das Kern des Problems.
00:04:58: Es geht vor allem auch um Daten wenn ich dich richtig verstehe.
00:05:01: So höre ich jetzt gerade zumindest raus und weniger um diese ganz konkrete echte Steuerung.
00:05:06: Ja, genau.
00:05:06: Also Daten bieten halt einfach die Grundlage von allem und eine KI usw.
00:05:12: und auch Systeme und Prozesse können halt ohne fehlende Daten nicht wirklich arbeiten.
00:05:17: Und je größer das Volumen natürlich wird, desto stärker fällt auch so eine Lücke später auf in den Prozessen.
00:05:24: Wie würdest du jetzt aus deiner Perspektive, die sich damit schon seit Längerem auseinandersetzt das ganze Thema Klick und Collect einordnen am Markt einordnet?
00:05:34: Wie sieht da die aktuelle Situation der Status Quoraus.
00:05:37: Also funktional denke ich mal viele schon gelöst auch in Richtung Digitalisierung und Klick & Collect läuft.
00:05:44: Du hattest ja eben gerade am Anfang ja auch schon erwähnt.
00:05:47: Gerade Corona-Zeiten hat es ja gezeigt dass viele Kunden Klick&Collect gerne nutzen Und ich glaube, man findet auch heutzutage kaum noch einen Händler wo man nicht den Button irgendwie beim Online-Shop anklicken kann um sich das Ganze also in diesem ganzen Prozess abzuwickeln.
00:06:02: darüber und von daher ja Kunden nutzen es auf jeden Fall.
00:06:06: Und auch Umsätze entstehen dadurch.
00:06:08: aber operativ ist der Prozess hat häufig noch stark manuell geprägt und das hängt vor allen Dingen daran, dass die IT die Daten liefert aber die eigentliche Orchestrierung davon was danach folgt.
00:06:20: Passiert oft in dem Kopf der Mitarbeiter und das funktioniert aber ist schlichtweg Richtung Skalierung eher schlecht und eher teurer zu betrachten.
00:06:30: weil hier kein System die Entscheidung direkt steuert sondern immer noch das Wissen stark bei den Mitarbeitern im Store selber verankert ist
00:06:39: Tatsächlich eine Brücke, die es aktuell zu schließen gilt.
00:06:41: Die auch gerade bei euch im Haus angeht, schon seit vielen Jahren angeht.
00:06:46: Das heißt jetzt funktioniert aber es kostet immer noch viel Energie?
00:06:50: Ja genau also das ist halt glaube ich das wichtigste Signal was man hier mitunter mitgeben kann für die Händler denn das Problem liegt halt hier nicht unbedingt beim Use Case selber sondern halt in der fehlenden Systementscheidung und dass ist halt der Punkt wo wir halt KI einsetzen können wirklich mehr Wert bieten kann.
00:07:10: Wo liegt dann aus deiner Sicht die eigentliche Bruchstelle?
00:07:13: Das ist so etwas, was immer wieder unglaublich spannend ist da eben den Finger ein Stück weit in die Wunde zu legen weil es eben auch das ist, was am Ende des Tages tragen kann.
00:07:23: also wo ist die Bruchsstelle hier im System von seiner Sicht?
00:07:27: Wir haben ja eben schon mal kurz darauf verwiesen dass wir ja auch bei Klicken Collect beim Prozess sind der Eignis gesteuert.
00:07:35: Deswegen ist vielleicht auch hier genau die Bruchstelle zu setzen zwischen dem Ereignis, was passiert eigentlich gerade und was erfolgt dann daraus für eine Handlung.
00:07:44: Und wenn ich einen Auftrag zum Beispiel von Click & Collect bekomme, dann ist das ein Eregnis für den Händler.
00:07:50: aber daraus Erfolg hat.
00:07:51: nicht unbedingt automatisch die beste Aktion weil hier meistens die Schnittstelle zum System halt noch fehlt wo das System die Orchestrierung vollzieht.
00:08:00: und solange halt Systeme nicht bewerten priorisieren oder entscheiden bleibt halt klicken, kollekt eher in der reaktiven Handlung und dann reagieren Menschen auf verschiedene Ausnahmen statt das System halt sie strukturiert vorbereitet und daraus die beste Aktion folgen lässt.
00:08:17: Und genau hier beginnt halt auch wieder der sinnvolle Einsatz wo man sagen kann okay eine KI kann hier vielleicht im Mehrwert bringen die bestmögliche Aktion daraus abzuleiten die ein Mitarbeiter dann befolgen kann.
00:08:31: Das heißt Das Problem ist weniger die KI selbst, sondern worauf sie trifft.
00:08:36: Wenn ich dich richtig verstehe?
00:08:37: Absolut!
00:08:38: Also KI wirkt halt nie isoliert – das darf man halt nicht vergessen, sondern sie wirkt immer auch ganzheitlich auf Prozesse.
00:08:45: Es ist halt nicht wie ein System, was sich jetzt in irgendeinen Bereich einführe für Stammdatenmanagement zum Beispiel und dann war es das.
00:08:52: Sondern wenn ich KI irgendwo einsetze, hat es immer auf verschiedene Prozisse einen Einfluss.
00:08:59: Und wir sehen das halt bei vielen Händlern heute auch noch sehr stark, dass es sehr traditionelle aber auch teils stark manuelle Abläufe auch in dem Store selber gibt.
00:09:11: Wenn diese Prozesse nicht sauber digitalisiert werden Stück für Stück oder vor allen Dingen automatisiert werden kann die beste KI die wir einsetzen keinen echten Mehrwert entfalten und wir beobachten sogar Gegenteile, das heißt KI verstärkt oft meistens die Schwächen eher sogar noch von schlechten Prozessen als dass sie sich verbessert oder halt sogar löst so wie viele es halt auch erwarten würden.
00:09:35: Ja tatsächlich ein Phänomen was wir nicht nur in der Handelswelt sehen sondern auch weit darüber hinaus schlechte Prozesse mit KI unterstützt führt den der Regel nicht dazu dass wir dahin kommen wo wir eigentlich hinkommen.
00:09:48: Das heißt wir müssen eigentlich viel mehr über Prozisse an sich sprechen?
00:09:51: Genau Das ist das, was wir unseren Händlern oder unseren Kunden halt immer raten.
00:09:56: Bevor man einen KI einsetzt muss ich natürlich auch Prozesse KI-fähig machen und das bedeutet halt auf Digitalisierung, Transparenz schaffen möglich standardisierte Prozisse einführen und halt auch dort schon Automatisierungen entwickeln wo es sinnvoll ist.
00:10:15: Und das ist, unserer Meinung nach hat auch keine Zukunftsaufgabe mehr und keine Zukunftshvision.
00:10:20: Sondern es kann und sollte vor allen Dingen heute schon passieren.
00:10:24: Aber am Ende geht's ja letztendlich um Entscheidungen.
00:10:26: Entscheidungen die getroffen werden, Entscheidungen, die irgendjemand im System trifft.
00:10:30: Lange Zeit von den Mitarbeitenden getroffen.
00:10:32: Heute wird das sukzessive abgelöst.
00:10:35: Stichwort Agentic AI, die hier in Spiel kommt, ist ein Thema was euch sehr stark umtreibt gerade
00:10:41: Ja, ganz klar.
00:10:42: Also Agenical Eye ist oft halt der unterschätzte Zwischenschritt.
00:10:46: eigentlich bevor ich halt überhaupt rechnen Physik her ein Roboter einsetze denke es geht halt nicht um Autonomie um jeden Preis sondern vielmehr darum dass halt Entscheidungen explizit gemacht werden.
00:10:59: Wenn wir jetzt zum Beispiel neben der Auftrag die mir jetzt rein bekommen ist sehr zeitkritisch Die Ware liegt halt in Backroom Der Store ist gerade vielleicht auch noch ausgelastet weil wir grade im Peak haben Von Store-Besuchern,
00:11:12: d.h.,
00:11:12: die Mitarbeiter haben auch kaum Zeit eine Bestellungsüberarbeitung und die Abholung kann aber vielleicht warten?
00:11:18: Das sind halt viele Entscheidungen, die ein Agent hier übernehmen kann wenn man ihnen eine Entscheidungstourge gibt.
00:11:25: Und unserer Meinung nach ist das keine Science Fiction mehr von dem wir hier sprechen sondern eine Entscheidungsstourge, die heute schon aufgebaut werden kann und auch bevor wir überhaupt über KI Einsatz sprechen, aufgebaut wird sollte.
00:11:39: Und ohne diesen Schritt macht auch, wie ich gerade eben schon sagte, physikalisch später weniger Sinn.
00:11:45: Ja sehr spannender und ein wichtiger Punkt an der Stelle!
00:11:49: Wir haben jetzt hier sehr viele Händler, die sich dem Podcast eben auch anhören und stellt sich eben die Frage was heißt das eben ganz konkret heute für den Handel?
00:11:59: wir sprechen über Wertschöpfungsketten die sich sukzessive verändern aber gewisse Prozesse dort passen sich durchaus den aktuellen Gegebenheiten an.
00:12:10: Was bedeutet das ganz konkret für den einzelnen Händlern?
00:12:14: Also die wichtigste Botschaft ist hier, man muss jetzt heute noch kein Roboter irgendwie kaufen.
00:12:19: Also dafür gibt es ja auch nicht genug Entscheidungsgrundlagen um das zu tätigen.
00:12:26: aber man kann sich auf jeden Fall trotzdem für Physikerei vorbereiten und ohne dass man jetzt irgendwie hohe Investitionen zum Tätigen muss weil man sich jetzt keine Ahnung sehen, wie man jede Roboter in den Store stellen möchte.
00:12:39: Es geht glaube ich eher darum die Organisation entscheidungsfähig zu machen und das passiert halt auch auf Grundlage von strukturierten Daten, aber auch Entscheidungslogiken.
00:12:48: Jetzt wundest du mal so ein bisschen ab.
00:12:49: Entscheidungsfähigkeit ist immer auch unterschiedlich interpretierbar.
00:12:55: Greif noch einmal bisschen tiefer.
00:12:57: Gebt uns nochmal so ein bißchen mehr Kontext zu diesem Begriff Entscheidungsfähigkeit?
00:13:02: Ja also wenn man so verschiedene Architekturen mal betrachtet dann findet man hier eher die Entscheidung implizit im Prozess hat versteckt.
00:13:12: Also ein Workflow läuft halt meistens ab und wenn etwas dann schiefläuft, dann greift meistens ein Mensch dann ein.
00:13:18: Und für Klick- und Kollekt, wenn wir das mal Richtung Klick und Kollekteinpunkt zum Beispiel reicht es nicht mehr aus sondern Systeme müssten ja explizit entscheiden können.
00:13:28: Das heißt was ist jetzt die bestmögliche nächste Aktion die gesteuert werden muss damit dass Ganze natürlich auch mehr wertstifend ist?
00:13:36: Und dafür braut es aus unserer Sicht einfach drei Dinge.
00:13:39: Die erste Sache ist vor allem eine ereignisgetriebene Architektur, d.h.
00:13:44: Click-on Collect besteht aus vielen Ereignissen und nicht aus linearen Prozessketten weil da viele Ausnahmen passieren können während der Prozesse stattfindet z.B.
00:13:56: der Kundenkompferspielte, der Kunde holt vielleicht das Paket gar nicht ab oder vielleicht ist auch eine Änderung in der Bestellung vollzogen worden.
00:14:03: Zweitens ist dann die Trennung von der Entscheidungslogik und der eigentlichen Ausführung.
00:14:08: Das heißt, wenn die Logik z.B.
00:14:10: tief in irgendeinem ERP-System verdrahtet ist wird die Atomie später halt extrem schwierig weil eine KI natürlich auch hier das Wissen braucht und die Transparenz braucht was es zu tun hat um etwas für Daten zugrunde liegen.
00:14:23: Und drittens brauchen wir natürlich auch Plattform und Schnittstellenfähigkeit.
00:14:28: Das heißt, es geht weniger darum ob eine KI agentisch oder physisch jetzt agiert.
00:14:35: Sondern sie braucht kontrollierten Zugriff auf unsere Kernsysteme und das ist ganz wichtig für unsere Händler zu wissen dass wir hier verschiedene Strukturen der Architektur schaffen müssen wo eine KI den Zugriffs auf Daten bekommt um wo sie sich vielleicht nicht bekommt.
00:14:52: Und das sind halt Architek-Tour Fragen.
00:14:53: die können auch schon heute gelöst werden.
00:14:56: Ja Jetzt kommt mir noch ein weiterer Gedanke.
00:14:59: Die sozialen Medien, gerade bei LinkedIn noch gesehen zeigen unglaublich viel Videomaterial zu humanoiden Robotern.
00:15:08: im Robotics Bereich ist auch unglaublich viele passiert in den letzten Monaten vor allem.
00:15:16: Lassen Sie da nochmal so ein bisschen drüber sprechen wie wir wirklich im Kontext von Click & Collect dieses Thema integrieren können?
00:15:26: Also klar, wir beschäftigen uns natürlich auch mit der Thematik Robotik.
00:15:30: Wir halten uns da auch mit unseren Händlern und bleiben da auch stetig in dem neuesten Entwicklungsprozess drin.
00:15:37: aber auch hier ist es aus unserer Sicht machtes dann so ein Robotik einzuführen wenn sie halt nicht versucht irgendwie viel in der Entscheidung zu kompensieren.
00:15:47: also wir dürfen halt auch ihr nicht sagen nur weil jetzt wie ein Roboter haben die Handlungsbefugt darf es kein Pflaster für schlechte Prozesse sein.
00:15:56: Und wenn ein System halt nicht weiß, welche Auftrag irgendwie Priorität hat oder wo die Ware liegt dann bringt uns auch hier in Robot halt nichts weil der automatisiert dann halt doch eher das Chaos was bereits entstanden ist als dass es halt irgendwas wirklich verbessert.
00:16:12: und deswegen sagen wir auch Robotik ist vor allem dort sinnvoll wo Aufgaben bereits klar wiederholbar und kontextualisiert sind Zum Beispiel, wenn wir von Transport reden.
00:16:22: Wenn wir von der Bereitstellung vom Waren sprechen oder natürlich auch ganz klassisch über den Übergabeprozess von Ware zum Kunden?
00:16:29: Ja stellt sich für mich jetzt die Frage gerade auch für den etwas kleineren Händler brauche ich unbedingt Entwickler in dem Kontext.
00:16:37: Brauche ich Robotic Operations System Entwickler oder wie gehe ich jetzt damit um zukünftig?
00:16:43: Also nein, also Händler müssen glaube ich jetzt keine Robotikhersteller werden.
00:16:47: Dazu gibt es halt auch einfach genügend Unternehmen die natürlich auf dem Markt schon sehr weit verbreitet sind und die Roboter dementsprechend auch herstellen in Hardware aber auch die Software dafür kreieren.
00:16:59: Aber was sie leisten müssen ist robotikfähig zu werden.
00:17:03: Also vor allen Dingen das Verständnis dafür zu bekommen wie physische Systeme in die IT eingebettet werden wie das Monitoring stattfindet, wie Sicherheit aussieht und vor allen Dingen auch, wie Ausnahmen funktionieren können.
00:17:15: Und wie ein Roboter als weitere Execution Channel gedacht werden kann.
00:17:19: am Ende des Tages?
00:17:20: Ich fasse jetzt mal so'n bisschen zusammen aus dem was du mir erzählt hast, was ich heute auch gelernt habe.
00:17:26: Du hast sehr viel über auch über Agentensysteme gesprochen, nur sehr viel darüber gesprochen, wie eben Click & Collect in der Anwendung stattfinden darf.
00:17:34: Jetzt drehe ich es noch mal so ein bisschen um.
00:17:36: Wenn wir so ein Stück weit den Endkunden auch ins Spiel bringen, wie sieht das aus deiner Sicht aus?
00:17:42: Wie sehen konkrete Use-Cases in diesem Kontext ganz konkret oder wie kriege ich die ganz konkret gegriffen wenn ich Händler als auch Endkund so ein stückweit integriere?
00:17:52: Ja also Klick und Collect ist halt wirtschaftlich sehr relevant vor allem für Händlers aber gleichzeitig halt auch einen ehrlicher Spiegel für die Organisation.
00:18:01: Er zwingt uns über Prozesse und die Entscheidung, aber auch über die Architektur nachzudenken und zu sprechen.
00:18:08: Und nicht nur über einzelne Tools.
00:18:12: Wenn wir dann Richtung Endkunden natürlich schauen einen endkunden interessiert am Ende natürlich jetzt nicht unbedingt was im Hintergrund passiert ob das jetzt Ein Roboter ist, der die Handlung ausführt.
00:18:23: Ob das eine KI ist?
00:18:24: Die Entscheidung trifft welche Aufträge priorisiert werden.
00:18:27: ein Kunde interessiert halt ob er zum Beispiel die Ware pünktlich abholen kann.
00:18:32: Ob der Prozess für ihn vereinbart ist ohne dass er da jetzt großartig was ich nicht tausend Schritte durchführen muss.
00:18:38: und ihn interessiert auch ob es halt bequem für ihn ist weil er natürlich gerne die Ware schnellstmöglich und am bequemssten erhalten möchte und von daher Ich glaube, ihr spielt das eine auf das andere natürlich auch irgendwie ein.
00:18:52: Und wer Klick und Collecke heute glaube ich sauber digitalisiert und Richtung Automatisierung führt?
00:18:57: Und natürlich auch später in ein paar Jahren entscheidungsfähig aussetzen kann, schafft halt sowohl auf der eigenen Händlerseite Effizienz aber halt auch für den Kunden einfach einen super Kundenerlebnis.
00:19:10: Das ist die Grundlage dafür, dass Agenting und Physica AI morgen überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann Und ich glaube auch der Begeisterungsfaktor beim Kunden ausdöst, damit der Endkunde natürlich auch in Zukunft öfters Klicken collect bei unseren Händlern verwenden wird.
00:19:28: Super Schlusswort!
00:19:29: Ich kann gar nicht viel dazu mehr sagen.
00:19:32: Weg vom Buzzword – wir wollen tatsächlich dass der Endkunner am Ende des Tages happy ist.
00:19:36: Das ist das was den Handel umtreibt und es glaub' ich auch das was euch umtreibt.
00:19:41: Ich
00:19:42: denke damit haben wir einen schönen Abschluss gefunden.
00:19:45: also... Ich danke dir, ich danke dir für das Gespräch.
00:19:48: Danke dir dafür, dass du hier warst und ja ... Du bist herzlich eingeladen immer wiederzukommen!
00:19:54: Ich würde mich auf jeden Fall freuen und danke Tobi für die Einladung.
00:19:58: Ja, das war der IT-Deep Dive.
00:20:00: Ihr konntet mit Sicherheit etwas mitnehmen.
00:20:03: Jetzt wünschen wir euch noch einen schönen Tag Bis zum nächsten Mal Ciao
00:20:08: Mit unserem Wissen
00:20:09: Die Zukunft des Handels
00:20:11: gestalten.
00:20:12: Dafür forschen
00:20:13: wir EHE
00:20:16: Gemeinsam
00:20:17: besser handeln.
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