Das KI-Gesetz: Wie aus Regulierung Innovation entsteht
Shownotes
In diesem Deep Dive der EHI-Initiative „KI im Handel” spricht Çetin Acar aus dem EHI-Forschungsbereich IT mit Mario Palmer Huke von DXC über den EU AI Act und die Frage, wie Regulierung Innovation möglich machen kann.
Statt Bremse versteht die Podcastfolge den AI Act als Rahmen für bessere Entscheidungen und nachhaltige Innovation.
Die beiden Experten ordnen die wichtigsten Risikoklassen ein, blicken auf den aktuellen Zeitplan und erklären, was der geplante Digital Omnibus für Unternehmen bedeuten könnte.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lassen sich Klarheit, Dokumentation, Monitoring und AI Literacy so aufbauen, dass KI sicher, skalierbar und vertrauenswürdig eingesetzt werden kann? Und was können Handelsunternehmen bereits heute angehen?
+++
Gast: Mario Palmer Huke, Managing Partner – Data Strategy, Governance, Consulting & Engineering Services, DXC Technology (https://www.linkedin.com/in/mario-palmer-huke/ https://dxc.com/de))
Host: Çetin Acar, Project Manager, EHI Retail Institute
+++
Fragen, Feedback oder Interesse am Austausch zur Initiative KI im Handel?
+++
Der Podcast für alle, die im Retail entscheiden und von den Besten lernen wollen.
Erfolgreiche Retail Manager:innen stellen hier im Podcast ihre neuen Projekte vor. Sie geben seltene Einblicke in ihre Highs & Lows und teilen ihren Blick auf den Markt. So schauen wir exklusiv hinter die Kulissen der Top-Handels- und Dienstleistungsunternehmen. On top versorgen wir vom EHI euch mit unseren neusten Forschungsergebnissen.
Jeden Mittwoch eine neue Folge – überall, wo es Podcasts gibt.
Der Podcast wird herausgegeben vom EHI LAB. Alle Folgen und mehr Infos zum EHI LAB.
Wir vom EHI wissen wie der Handel tickt und liefern euch mit unseren Fakten eine wichtige Grundlage für eure Entscheidungen. Ihr wollt mehr über uns wissen? Ihr wollt das gesamte Portfolio des EHI kennenlernen? Dann hört euch unsere Folge über das EHI an: https://www.ehi-lab.org/podcast/folgen/folge-8/
Technische Produktion: Philipp Lusensky
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:17: Ich melde mich nur ganz kurz zu Beginn, denn heute hört ihr einen Deep Dive zum Thema IT und er wurde von unseren KollegInnen gestaltet.
00:00:24: Viel Spaß mit neuen Impulsen direkt aus der Praxis!
00:00:28: Herzlich willkommen!
00:00:29: Heute schauen wir auf ein Thema, das viele Unternehmen gleichzeitig fasziniert und verunsichert.
00:00:34: Den EU-EI Act also des neue KI Gesetzes der Europäischen Union.
00:00:38: Und die Frage können wir aus Regulierung echte Innovation machen?
00:00:43: Ich habe heute einen Gast eingeladen Der sich mit dieser Thematik intensiv beschäftigt Mario Palma Hucke.
00:00:49: Er berät Unternehmen bei der Umsetzung des EU EI Acts.
00:00:57: Hallo Mario schön dass du da bist stelle dich doch und DXC kurz einmal vor.
00:01:02: Ja, danke für die Einladung erstmal!
00:01:04: Also mein Name ist Mario Palmer-Hucke.
00:01:05: ich bin bei der DXC Technology klassischer IT-Serviceanbieter für die Themen Data Strategy und Data Governments zuständig und im Rahmen dieser Aufgaben kümmere ich mich natürlich auch um die Regulationsthemen sprich in Europa natürlich EUEI-Akt.
00:01:21: Lass uns kurz mit einer Einordnung starten und zwar was ist der EUEIE Act überhaupt?
00:01:27: Und warum sprechen gerade alle darüber?
00:01:30: Ja, also wenn man es in einem Satz zusammenfassen würde wollen, würde ich vermutlich formulieren dass der EUEI Act ein risikopasierter Ansatz ist um EISysteme oder KI System und ihre Anwendung zur Sicherheit der EU-Bürger zu regulieren.
00:01:46: Kannst du mal diese risikobasierten Ansätze beziehungsweise die Risiko Klassen einmal greifbar machen zum Beispiel?
00:01:52: Ja
00:01:53: kann ich gerne tun sind auch nur fünf also wird nicht sehr lange dauern.
00:01:59: Ganz oben in der Pyramide, man muss sich das ein bisschen wie eine Pyramid vorstellen stehen im Prinzip die verbotenen Anwendung.
00:02:04: Das wäre in Europa so das Beispiel mit dem vermutlich jeder etwas anfangen kann Social Scoring.
00:02:11: also wir dürfen keine KI-Systeme benutzen um Social Scouring zu bewerten.
00:02:15: Ein anderes Beispiel wäre Wir dürfen KI Systeme nicht benutzen Um Emotion oder überhaupt Gefühlsregungen zu identifizieren.
00:02:23: Wäre ja vorstellbar dass der Arbeitgeber über die Kamera am Laptop verifiziert ob man wirklich konzentriert bei der Sache ist, ist verboten.
00:02:31: Danach kommen dann die Hochrisikosysteme.
00:02:34: das wären diese Systeme um die es in der Regulierung hauptsächlich geht.
00:02:38: also die meisten der Anforderungen auch den Berichtspflichten fokussieren sich auf diese.
00:02:42: typisches Beispiel sind alles Anwendung die mit Sicherheit zu tun haben als wenn ich im Auto KI benutze wenn ich in einer Produktion oder Produktionsmaschinen in einer Medizinmedizintechnik.
00:02:52: dass sind so die Die klassischen Beispiele, kritische Infrastrukturen sind natürlich dann auch noch ein Thema wenn man es Richtung Öffentlichkeit zieht.
00:02:59: Und unter den Hochrisikosystemen kommen dann zwei Klassen die sich eher mit begrenzten oder keinen Risiko befassen.
00:03:06: für die Pragmatiker unter uns, die jetzt nicht jedes Gesetz bis ins letzte Detail lesen kann man die typischerweise zusammenfassen oder als eine Klasse betrachten und als letztes und auch als letztens in die Pyramide gekommen Die generellen KI-Modelle, also das was man typischerweise als LLM oder im umgangssprachlichen Kontext als ShedGPT oder Gmini kennt.
00:03:29: Also ich habe verstanden nicht jede KI ist automatisch streng reguliert aber je näher sie an kritische Entscheidungen oder Grundrechte kommt desto enger wird der Rahmen.
00:03:39: Völlig korrekt!
00:03:40: Dann lass uns mal auf die Zeitleiste schauen.
00:03:42: viele haben ja das Gefühl da kommt irgendwann etwas auf uns zu Aber faktisch sind wir schon mittendrin.
00:03:48: wie sieht denn der Zeitplan aus und wo stehen wir heute?
00:03:51: Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten.
00:03:54: Faktisch ist es erst einmal so, dass die EU-Verordnung und das ist eine Verordnung,
00:03:57: d.h.,
00:03:57: wir brauchen kein lokales deutsches Gesetz dafür in Kraft getreten ist.
00:04:01: Erste Anforderungen sind auch schon – ich glaube man kann das nennen – live also gegangen.
00:04:07: D.h.
00:04:07: es gibt gewisse Berichtspflichten, es gibt Transparenzpflichten und Deklarierungspflichten.
00:04:12: Das heißt muss ausweisen, ist das mit KI entstanden?
00:04:15: Sind die Wasserzeichen entsprechend drin?
00:04:17: Es gibt erste Pflichte zur Literacy.
00:04:20: Also habe ich meine Mitarbeitenden trainiert, geht darum die Entwickler und die Betreiber entsprechend in die Lage zu versetzen mit dem System umzugehen.
00:04:28: Und dann wäre der nächste große Meilenstein an dem die Hauptthemen tatsächlich live gehen sollten, der Zweiter August zwanzig sechsundzwanzig aber es gibt ja im Moment diesen EU Omnibus, der diese ganze Zeitleistung nochmal neu diskutieren.
00:04:42: deswegen ist die Frage gar nicht so einfach zu beantworten wie schon erwähnt.
00:04:46: Dann lass uns mal über diesen ominösen Omnibus sprechen, was bedeutet das?
00:04:50: Also erstmal ist ein Omnhibus im EU-Kontext in der Regel ein Vehikel um verschiedene Änderungen an Gesetzen anzupassen.
00:04:57: Was grundsätzlich auch wenn die Leute sagen wir hätten es gleich richtig machen sollen ich als positiv empfinde weil man sich ja als EU sozusagen reflektierend hinstellt und sagt wir haben jetzt einen Gesetz geschaffen Wir haben Entwicklungen gesehen, wir haben reflektiert und stellen fest dass es Anpassung benötigt
00:05:13: D.h.,
00:05:14: die diversen Anpassungen werden wie Fahrgäste in einen Omnibus gepackt, der fährt dann gemeinsam ans Ziel, d.h.
00:05:18: ganz konkret geht es darum gewisse Details in der Ausprägung des EI-Acts noch einmal nachzuschärfen.
00:05:26: und im Wesentlichen gibt's drei Stoßrichtungen, die da relevant sind.
00:05:30: Die eines ist soll der administrativen bürokratische Aufwand minimiert werden, das heißt man schärft nochmal bei den Berichtspflichten nach.
00:05:39: Das zweite Thema ist man möchte eine gewisse Verlängerung von Fristen, den marktteilnehmenden Gewehren damit die Vorbereitung und die Umsetzung besser stattfinden kann.
00:05:51: Und das dritte Thema ist es wird noch einmal nachgeschärft dass insbesondere Forschungsinstitute oder überhaupt Forschung allgemein und klein- und mittelständische Unternehmen von diversen komplexeren Berichten und Anforderungen entlastet werden.
00:06:06: In unserem Gespräch auch wieder, hat es ja eine schöne Metapher dafür.
00:06:11: Den AI-Baristern kannst du das nochmal erzählen?
00:06:15: Was steckt dahinter?
00:06:17: Ja also im Prinzip steht erstmal der Gedanke dahinter dass wir das Thema Regulierung oder Compliance ein bisschen anders betrachten weil ich mache ja Datenstrategien und auf viel Governance.
00:06:29: und selbst wenn man simple Data Governance nimmt Alles, was mit Governance assoziiert wird ist in der Regel nicht positiv.
00:06:36: Das ist Bürokratie irgendwelche Unlötung Prozesse kosten das macht uns langsam das braucht halt Dokumentation.
00:06:43: und die Grundidee wäre zu sagen wie kann dann eigentlich Regulierung helfen tatsächlich Innovationen zu fördern anstatt sie abzuwürgen?
00:06:53: also dass man Gemeinden damit verbindet?
00:06:55: Und die Barista Metaphas eigentlich anderes.
00:06:58: wenn man sich mal vorstellt man kommt meinetwegen Kaffeeladen seiner Wahl, das kann man gerne auch mit jedem anderen beliebigen Händler setzen der sage ich mal auf Einzelkunden Interaktion sehr viel Wert legt.
00:07:10: Also ich komme da rein, ich komme in Köln, ich bin nicht sehr häufig in Kologne und bin ja hier auch nicht ansässig zu einem Kaffee rein und dann sagt der Kollege zu mir ah Mario Hallo herzlich willkommen.
00:07:20: schön dass du da bist.
00:07:21: Ich weiß ja du magst nicht dieses Schi-Schi mit Milch und sonstiges.
00:07:25: wir haben ja einen guten Hausblend den können wir dir geben und den kannst du dann noch gerne hier vor Ort trinken, weil wir wissen ja du magst keine Pappächer.
00:07:34: Also simple Beschiss.
00:07:35: Dann würde ich im ersten Satz sagen ist eigentlich eine tolle Idee.
00:07:37: also der weiß was ich möchte und will das verkürzt dem Prozess ich für mich willkommen habe das Gefühl irgendwie nach Hause zu kommen um dann im zweiten Satz natürlich oder am zweiten Gedanken zwar woher weißt er das eigentlich?
00:07:48: Wo ist das?
00:07:48: und jetzt wird es halt interessant wenn nicht das Thema... Wenn mir dass in Shanghai passiert Washington DC, dann würde ich sofort an Missbrauch meiner Daten denken.
00:07:58: Das können die ja gar nicht wissen?
00:08:00: Was machen sie denn noch mit meinen Daten?
00:08:02: Wenn ich das im Kontext der Deutschen oder der EU-Gesetzgebung sehe, dann wäre die Frage eigentlich wo habe ich denn zugestimmt dass diese Daten für diese Dinge benutzt werden?
00:08:12: also worauf ich hinaus will ist wenn man einen Rahmenschaften und ein Vokabular schafft für das Risiko das auch eine Transparenz erzeugt als Bürger vielleicht oder als Einzelperson entspannter, Dinge zu sehen.
00:08:27: Dass sie passieren weil man das Gefühl der Kontrolle hat und was halt klar ist dass Wasserhümer da passiert ist in einem Rahmen passiert der nicht entstanden ist weil irgendjemand da illegale Dinge tut oder Daten sammelt und missbraucht sondern weil es in einem Kontext stattfindet der sicher geht dass ich in dem Maß wie das halt möglich ist technologisch die Kontrolle habe über diese Dinger.
00:08:49: Und das zweite Thema ist ja dann, das kann ich ja nicht nur für ein einzelnes Geschäft machen.
00:08:53: Im Prinzip kann ich das ja hochskalieren selbst auf Ketteln.
00:08:55: Ich kann es hoch skalieren nach verschiedenen Ländern da weil das gilt ja in Frankreich genauso wie in Deutschland, wie in Skandinavien also in Dänemark oder selbst in Norwegen als assoziates Mitglied Weil die gleichen Regeln und die gleichen Konzepte greifen.
00:09:09: Du sagst dass man die Regularien in Chancen umwandeln kann?
00:09:13: Ich würde mal hier den des Teufels Advokat oder denes dem Bedenken Träger spielen bewusst auf kritisch, auf die Gesetzgebung schauen.
00:09:21: Und dazu habe ich mal vier Thesen mitgebrachte.
00:09:24: du wahrscheinlich sehr häufig in deinem täglichen Berufsleben hörst und bin mal auf deine Gegenargument gespannt.
00:09:31: So meine erste These wäre Regularien hindern mich doch schnelle Entscheidungen zu treffen.
00:09:36: was sagst du dazu?
00:09:38: Also erstmal würde ich ganz grundsätzlich sagen Kritik an Regulation oder negativ auf die Dinge zahlen ist völlig natürlich weil es ist natürlich Bürokratie.
00:09:47: machen wir uns nichts vor Die Grundidee oder die Grundhese, die ich vertrete ist wenn ich diese Bürokratie sowieso umsetzen muss und zum gewissen Grad muss ich das ja.
00:09:58: Dann lass es uns doch so tun dass wir das im Sinne der Innovationen oder des Vorteils für das Unternehmen oder für die Organisation tun.
00:10:06: Das ist ja das wo letztlich unser Innovation Flywheel herkommt, das genau auf diese typischen Kritikpunkter einwirkt und sich versucht zu widerlegen.
00:10:12: und um zu deiner ersten These zu kommen also wie verhindert das schnelle Entscheidung?
00:10:15: Ja das kann man so sehen.
00:10:17: Auf der anderen Seite reist du durch diesen risikobasierten Ansatz natürlich eine gewisse Klarheit in der Kommunikation.
00:10:23: Das heißt, es ist relativ eindeutig wie KI-Anwendungen in der EU klassifiziert werden und welche bürokratischen Pflichten oder regulatorischen Pfichten ums vielleicht ein bisschen neutraler zu formulieren damit einhergehen.
00:10:36: was ich damit sagen will Du hast durch diese Klassifizierung eine Klarheit, du hast eine relativ schnelle Abschätzung.
00:10:42: Was bedeutet das im Sinne von Aufwand?
00:10:44: Du hast eine relative schnelle Abschätzung.
00:10:46: was muss denn getan werden damit ich das mit meinen Kunden, meinen Mitarbeitenden überhaupt benutzen darf?
00:10:51: oder anders ausgedruckt man kann es wie ein Produktfilter sehen stehen aufwandte Nutze in einem sinnvollen Verhältnis.
00:10:57: Prima dann kommen wir mal zur Tese zwei Das EU KI Gesetz schreibt ja Dokumentation vor.
00:11:02: Ja dass ist
00:11:03: doch langwierig und stil kostbare Zeit
00:11:06: schreibt sogar sehr viel Dokumentation vor für kritische Anwendungen, das ist korrekt.
00:11:11: Keiner mag Dokumentationsen, keiner!
00:11:14: Auf der anderen Seite alle lieben Dokumentionen wenn sie neu zu einem Job kommen, neu in einen Prozess kommen.
00:11:19: also es gibt ja nichts besseres wenn ich eine neue Aufgabe antrete und ich finde dann heruntergeschrieben was sind die typischen Probleme?
00:11:26: wie gehe ich damit um?
00:11:27: Also so diese Arztkriptie einfach einem das Leben leichter machen.
00:11:31: Worauf ich hinaus will, ist ja es muss insbesondere für Risikosysteme strukturierte Dokumentationen geben.
00:11:36: Es muss Risiko-Bewertung geben und es muss Internaudets geben.
00:11:39: Das klingt nach Aufwand.
00:11:40: das ist auch Aufwand.
00:11:42: auf der anderen Seite hilft es mir natürlich wenn man es sinnvoll aufzieht und sinnvoll anwendet so nebenher in den Dokumentations aufzubauen die natürlich auch Reuse stipuliert die dafür zu führt dass sich im Zuge einer doch eher volatilerin mitarbeitenden Landschaft die Unternehmen intern vorfinden, in der Lage bin auch schneller Tätigkeiten zu übergeben.
00:12:06: Personen einzulernen überhaupt grundsätzlich Themen die ich in einem Bereich bearbeitet habe einen anderen Bereich darauf hin abzuklopfen ob sie vielleicht auch mehr wert schöpfend wären sprich ob ich ein Leverage Effekt erzeugen kann.
00:12:18: also ja Dokumentation ist Aufwand.
00:12:21: auf der anderen Seite hilft Dokumentationszeit zu sparen wenn man es vernünftig tut und deswegen glaube ich dass das so bisschen die zwei Seiten der gleichen Medaille sind.
00:12:28: okay.
00:12:29: also das heißt was am Anfang nach mehr Papierarbeit aussieht, zahlt sich aus.
00:12:34: Weil man sich damit schablonen sozusagen
00:12:36: bauen kann?
00:12:36: Ja wenn man vor allem die Dokumentationsanforderung in eine Richtung umsetzt, die einem selber als Unternehmen hilft, die Dokamentation auch noch für andere Themen zu nutzen sei es schnellere Marktenführungen, sei ist einfach Leveridge überhaupt vielleicht auch das Thema Literacy mit den Mitarbeitern dann einfacher anzugehen.
00:12:54: Gut jetzt aber... Der EIE Act verlangt, dass KI-Systeme nicht nur einmal geprüft sondern im Betrieb überwacht werden mit einem klaren Lifecycle Management.
00:13:03: Puh!
00:13:04: Oder?
00:13:05: Ja, puh ist auch schwierig.
00:13:08: auf der anderen Seite würdest du eine KI-Lösung benutzen wollen über zwei Monate hinaus von der Du weißt das sie nicht gewartet oder gemonitort wird?
00:13:17: Vermutlich nicht.
00:13:19: Ja, auch wieder das gleiche Thema und dass es ja im Prinzip.
00:13:22: das Muster ist hoffentlich erkennbar.
00:13:24: Es ist Aufwand und es muss getan werden.
00:13:26: auf der anderen Seite hilft es natürlich auch die KI-Lösung als solche zu verbessern weil wo ich Monitore erkenne Ich habe ein Problem kann ich natürlich auch Verbesserungspotenzial identifizieren.
00:13:37: Ich kann mit Innovationsroten erbauen.
00:13:39: jeder der mal in der Softwareentwicklung gearbeitet kennt dass es gibt Lasten und Pflichtenheftes gibt einen Backlog an zukünftigen Anforderungen und Ideen.
00:13:47: dieses zu priorisieren gilt und natürlich hilft eine Überwachung einer Lösung im Echtzeitbetrieb diese Priorisierung sinnvoller anhand von Fakten vorzunehmen, nicht nur anhand vom Bauchgefühl.
00:13:58: Also wie gesagt das Muster bleibt gleich.
00:14:00: ja ich muss Dinge tun dass ist Aufwand.
00:14:02: aber wenn ich den Aufwand sinnvoll kanalisiere kann ich davon auch noch profitieren außerhalb dessen dass sich eine Kompliance Anforderungen erfüllt.
00:14:12: meine letzte These sozusagen.
00:14:13: Der EI-Akt legt ja viel Wert darauf, dass Menschen die mit KI arbeiten verstehen was sie tun.
00:14:18: stichwort Humanity Loop Aufsicht Fähigkeit Entscheidungen einzuordnen.
00:14:23: also für mich klingt das nach viel Aufwand.
00:14:25: an dem Punkt wirst du mir doch zustimmen dass es doch bisschen lästig wird oder?
00:14:29: Es kommt auf allen auch wieder eigentlich nicht weil wenn ich das ganze als Pflichtschulung betrachte damit ich diesen tick in the box habe ja klar bringt kein Mehrwert.
00:14:40: Auf der anderen Seite möchten wir ja, und ich glaube da sind wir uns der EU, oder zumindest überwiegende Maße einig, KI zum Wohle des Menschen nutzen und mit einem Menschen, der kontrolliert und in der Lage ist letztlich auch vielleicht zu erkennen ob die KI eine sinnvolle Entscheidung getroffen hat oder nicht?
00:14:55: Und das wird halt nur funktionieren wenn die Leute die KI benutzen beziehungsweise die KI warten und betreiben ein gewisses Maß an Know-How mitbringen um diese Dinge überhaupt tun zu können.
00:15:08: Oder anders ausgedruckt, wenn du nicht mal weißt dass du vor einer KI sitzt.
00:15:12: Dann wirst du dir schwer tun zu reflektieren die Antworten oder die Ergebnisse die du hast im Sinne von sind ihr jetzt valide oder nicht?
00:15:19: und selbst wenn du weißt das es in der KI ist Wenn du kein Grundverständnis dafür hast wie sowas überhaupt funktioniert dann wirst Du dich mit der gleichen Thematik auch schwer tun.
00:15:28: also ich komme wieder zurück zu meinem Mantra.
00:15:30: Ja der Aufwand muss geleistet werden ist eine Anforderung sogar relativ breite aus dem EUI Act die man nutzen sollte im eigenen Interesse, dass die eigenen Mitarbeitenden das vielleicht auch die Partner, die Zulieferer oder vielleicht sogar die Kunden soweit befähigt werden dieses System an einem sinnvollen Ansatz zu nutzen der sicherstellt.
00:15:57: Das wird tatsächlich dieses klassische Human in the Loop und dieses Der Mensch hat die letzte Entscheidungshoheit nicht nur auf dem Papier stehen haben sondern tatsächlich auch leben können.
00:16:07: Dann schauen wir mal nach vorne und da würde ich mich interessieren was empfiehlst du unternehmen ganz pragmatisch für zwanzig sechsundzwanzig also drei Dinge die Du sagst, die man jetzt schon bereits tun kann oder so sollte.
00:16:20: Ja also wir hatten es ja mit dem Zeitplan der ein bisschen im Moment im Fluss ist was mich nicht davon abhält tatsächlich in sechsund zwanzzig drei Dinge zu sehen, die man tun sollte und die unabhängig von der Compliance auf jedes Unternehmen Sinn machen.
00:16:36: Und vielleicht ist das auch so ein bisschen Eulen nach Athen tragen, weil man kann es nicht oft genug sagen, weil ich sehe immer noch Unternehmen, die sich da wahnsinnig schwertun überraschenderweise Das erste ist Ich brauche eine Inventur also ich muss wissen in der Lage sein wo kann ich KI benutzen?
00:16:48: Wir hatten ganz am Anfang ist ein risikopasiertes Modell.
00:16:50: wenn ich Risiko Einschätzen will, muss ich wissen welche Anwendung habe ich überhaupt.
00:16:54: Das klingt trivial.
00:16:55: das ist gar nicht so trivial wenn man sich mal überlegt dass jeder Mitarbeiter ja KITool zu einer Wahl theoretisch nutzen könnte die ihr vielleicht nicht nutzen sollte.
00:17:04: also Inventor erste zweite Ich brauche eine gewisse Governance.
00:17:08: Also ich brauche Rollen und Strukturen Und das muss gerade keine Aufbauorganisation sein.
00:17:12: das kann ganz simpel sein für kleine Unternehmen.
00:17:14: das kann sein dass ich jemand habe Vielleicht ist es ja die Assistentin vom Geschäftsführer im kleinen Unternehmen, die einfach dieses Inventar führt.
00:17:21: Aber ich brauche Rollen und Strukturen!
00:17:23: Ich brauch auch eine Art und Weise wie schnell zur Entscheidung kommen kann.
00:17:26: also Governance wäre das zweite Thema sich Gedanken machen wie viel braucht man denn wirklich schon im Eigenschutz?
00:17:32: Weil was wir ja nicht wollen komme ich wieder zurück weil ich gerade schon sagte Wir wollen nicht dass jeder Mitarbeiter das KI-Tool seiner persönlichen Wahl benutzt weil das hat ganz andere Probleme als Compliance für die Unternehmen.
00:17:42: Und das dritte wär eher Literacy ernst nehmen.
00:17:46: Wenn Leute Menschen nicht verstehen, wie KI funktioniert und was sie tut und was die Auswirkungen sind dann werden wir erstens so eine gewisse Wie soll ich das nennen?
00:17:55: Vielleicht kann man sogar sagen Widerstand haben Dinge auszuprobieren und zu benutzen.
00:18:00: Was natürlich wieder nicht zielführend ist im Sinne Value mit KI erzeugen oder überhaupt mit Modernisierung.
00:18:07: Und das zweite bei Litressis natürlich.
00:18:09: wenn wir dieses ganze Thema ernst nehmen Und die Risiken auch sauber managen wollen müssen wir tatsächlich Menschen haben, die verstehen was die Risken sind und diese auch bewerten können.
00:18:17: Das geht halt nur mit einem gewissen Mindsmaß an Ohau.
00:18:21: Und vom Mindset nehme ich mal den AI-Act nicht als Innovationsbremse sehen sondern als Betriebssystem auf dem man Innovation sicher hochskalieren kann?
00:18:29: Ja ich würde es tatsächlich so formulieren und es als ein Input... Der EU sehen, mit welchen Themen man sich im Unternehmen beschäftigt.
00:18:38: Um zu diskutieren.
00:18:39: wie kann ich denn diese Aufgaben die mir da gestellt werden nutzen um tatsächlich Innovationen verlässlicher und schneller zu machen?
00:18:45: Ja
00:18:46: Mario lieben Dank für deine Einblicke und fürs entschärfen dieses doch recht komplexen Themas.
00:18:51: Gerne hat Spaß gemacht!
00:18:53: Und alle Links und Kontaktinfos zum Mario packen wir euch in die Show-Notes.
00:18:58: vielen dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.
00:19:01: Danke wieder hören.
00:19:03: Ja, das war der IT-Deep Dive.
00:19:06: Ihr konntet mit Sicherheit etwas mitnehmen?
00:19:08: Jetzt wünschen wir euch noch einen schönen Tag!
00:19:10: Bis zum nächsten Mal,
00:19:23: ciao!
Neuer Kommentar