EHI-Insights: Laden-Monitor 2026
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Claudia Horbert über aktuelle Entwicklungen im Ladenbau und bei Storekonzepten. Im Fokus stehen Fragen wie: Was dominiert aktuell im Handel, Neubau oder Umbau? Wie lassen sich Storekonzepte nachhaltiger gestalten? Und welche Maßnahmen zeigen mit überschaubarem Budget schnell sichtbare Wirkung? Der Laden-Monitor 2026 liefert dazu spannende Einblicke, konkrete Trends und praxisnahe Orientierung für den Handel.
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Gast: Claudia Horbert, Leiter Forschungsbereich Ladenbau + Einrichtung
Host: Clarissa Vorreyer – Fragen, Feedback, einfach nur vernetzen – meld dich gerne bei mir über LinkedIn
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Links:
Studie Laden-Monitor 2026: https://www.ehi.org/produkt/studie-laden-monitor-2026-pdf/
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Der Podcast für alle, die im Retail entscheiden und von den Besten lernen wollen.
Erfolgreiche Retail Manager:innen stellen hier im Podcast ihre neuen Projekte vor. Sie geben seltene Einblicke in ihre Highs & Lows und teilen ihren Blick auf den Markt. So schauen wir exklusiv hinter die Kulissen der Top-Handels- und Dienstleistungsunternehmen. On top versorgen wir vom EHI euch mit unseren neusten Forschungsergebnissen.
Jeden Mittwoch eine neue Folge – überall, wo es Podcasts gibt.
Der Podcast wird herausgegeben vom EHI LAB. Alle Folgen und mehr Infos zum EHI LAB.
Wir vom EHI wissen wie der Handel tickt und liefern euch mit unseren Fakten eine wichtige Grundlage für eure Entscheidungen. Ihr wollt mehr über uns wissen? Ihr wollt das gesamte Portfolio des EHI kennenlernen? Dann hört euch unsere Folge über das EHI an: https://www.ehi-lab.org/podcast/folgen/folge-8/
Technische Produktion: Niklas Zorko
Transkript anzeigen
00:00:01: EHE Retail Insights, der Podcast für alle die im Retail entscheiden und die von den besten lernen wollen.
00:00:11: Hallo ihr Lieben!
00:00:12: Ihr hört mich wieder zu einer neuen Folge EHE Insights Wissen aus der Handelswelt.
00:00:18: Heute spreche ich mit Claudia Horwert über das Thema Ladenbau und zwar genauer über die aktuelle EHE Studie Ladenmonitor.
00:00:31: Hallo Claudia, schön dass du da bist.
00:00:33: Guten Morgen!
00:00:34: Wie immer bei unseren Studienfolgen starten wir mit unserer ersten Kategorie.
00:00:43: Du wirst gleich zwei Aussagen rund um das Thema Ladenbau und Einrichtung hören und sagst uns dann ob du denkst das diese Effekt oder halt Fiction sind und vor allem warum du das denkst.
00:00:54: So dann start mal mit der ersten Behauptungen.
00:00:56: In Frankreich bekommt ein Store-Konzept nur eine Genehmigung, wenn es unter einer gesetzlich festgelegten CO² Obergrenze für den Ausbau bleibt.
00:01:05: Was meinst du?
00:01:07: Oh, gute Frage!
00:01:08: Ich glaube das stimmt.
00:01:10: Na also bisher gibt es noch keine allgemeinen gesetzliche Genehmigungslogik für so Storekonzepte.
00:01:17: Vielleicht kommt die irgendwann – ob in Frankreich oder auch hier in Deutschland – aber bisher gibt's sie nicht.
00:01:21: Das heißt ist es nur an der Empfehlung?
00:01:23: Ja, also die gibt es auf jeden Fall nicht diese Grenze.
00:01:27: Aber wäre drüber nachzudenken?
00:01:28: Ja könnte man auf jeden fall machen.
00:01:31: Dann zur zweiten Behauptung Es gibt in Schweden einige Läden die fast komplett auf Wegweiser und Beschilderungen verzichten weil Navigationen und Produktinfo nur über die eigene App laufen.
00:01:42: Ihr habt echt gute Beispiele ja.
00:01:44: Hier
00:01:44: ein paar tricky Sachen ausgedacht.
00:01:46: Ich könnte mir vorstellen, dass das stimmt.
00:01:48: Weil in Schweden schon sehr viel digital passiert, einschließlich des Bezahlens.
00:01:52: Ja
00:01:52: auch das ist Fiktion.
00:01:54: es ist natürlich irgendwo denkbar und so Pilotsprojekte die dir irgendwie stattfinden aber weil sie dann doch irgendwo unpraktisch ist und diese Beschilderungen auf zum Service Gedanken oder zum Service Design Zelt findet das noch nicht statt auch weil das natürlich Leute ausschlägt.
00:02:09: also du brauchst natürlich dann ein Smartphone und die App.
00:02:12: Das ist richtig
00:02:13: ja!
00:02:15: barrierefrei.
00:02:16: Möchte ja auch nicht jeder.
00:02:18: Ja, dann bevor wir in die Details gehen erstmal ganz kurz zur Einordnung.
00:02:21: wer steckt denn hinter den Ergebnissen?
00:02:23: also wer wurde befragt und wie lief das so ab?
00:02:26: Der EHA Laden Monitor erscheint alle drei Jahre zu Euroshop basiert im Vorjahr der Euroshop auf roundabout.
00:02:34: fünfzig persönlichen qualitativen Interviews mit den Ladenbauverantwortlichen aus führenden Handelsunternehmen unterschiedlicher Branchen food non-food innerhalb der Dachregion.
00:02:45: Ein großes Thema.
00:02:46: in deiner Studie, dem Ladenmonitor ist ja auch der Schiff weg von den Neueröffnungen hin zur Überarbeitung des Bestands.
00:02:53: Welche Projekte dominieren denn da gerade?
00:02:54: Also wenn wir über Stadt-Neueeröffnung sprechen
00:02:57: Also es sind vor allen Dingen Light-Unbauten oder Teilunbautn, Refresh-Refids.
00:03:03: Da gibt's ganz unterschiedliche Bezeichnungen wo man halt versucht über vergleichsweise kleinere Eingriffe in die Läden also über neue Inszenierungen und neue Präsentationsform aber vielleicht auch neue Beleuchtungskonzepte eine Optimierung des Marktauftritts zu erzielen, also eine Aufwertung um dem Kunden noch zu signalisieren, da passiert was auf der Fläche aber ohne da jetzt wirklich tief in die Bausumstanz eingreifen zu müssen.
00:03:30: Das gilt auch für Konzeptumstellungen.
00:03:32: also wenn man halt auf neues Corporate Design oder Konzept umstellt dass man hier so sukzessive Umstellungen vornimmt und Anpassungen.
00:03:41: es gibt doch noch komplett Umbauten also wo man sehr stark dann noch in die Substanz eingreift.
00:03:46: das sind zum Teil Ist das noch eine Beseitigung von Investitionsstaus, noch aus der Pandemiephase?
00:03:53: Aber vor allen Dingen auch ein Thema für den Lebensmittelhandel.
00:03:55: Wenn man da nämlich größere technische Umbauten vornimmt gerade auch barkehltetechnik dann wird häufig auch insgesamt der Markt nochmal umgebaut.
00:04:04: aber auch inzwischen nicht immer ist inzwischen auch kein Selbstläufer mehr.
00:04:08: und was sind die häufigsten Auslöser die einen Umbau im Bestand heute auslösen?
00:04:12: es sind immer noch.
00:04:15: Zum einen sind es diese konzeptionellen Veränderungen, sprich Umstellung auf Stockkonzept.
00:04:21: Der von uns befragten Händler war noch gerade dabei, auf ein neues Dockkonzept zu entwickeln und darauf umzustellen beziehungsweise auch noch weiter.
00:04:30: Auf einen schon vor drei Jahren bei der letzten Befreiung bestehendes Konzept umzustehen weil es nicht mehr so die großen Roll-outs gibt oder komplett relaunches wo man halt wirklich innerhalb kürzester Zeit das komplette Filialnetz anfasst und darauf Umstellt.
00:04:45: natürlich sind es auch weiter Abnutzungserscheinungen also einfach irgendwann auch mal ein Store durch ist, bedingt durch Frequenz oder auch die längeren Phasen von Umbauten.
00:04:57: Weil wie gesagt komplett umbauten eher selten werden und die Phasend dieser Zyklen, diese komplett umbaute noch länger geworden sind wiederum innerhalb der letzten drei Jahre im Durchschnitt zwölf Jahre in Lebensmittelhandel und etwa around about neun Jahre in den verschiedenen Branchen des Non-Food Handels.
00:05:15: Und ganz wichtig ist inzwischen auch die Möglichkeit, den Standort zu verlagern.
00:05:19: Also das ist weniger ein Umbau sondern mehr ein Umzug.
00:05:22: Wenn man die Möglichkeit hat einen anderen Standort so bekommen der attraktiver ist ja auch eine Flächenerweiterung ermöglichen.
00:05:28: großes Thema für Lebensmittel und Drogeriemärkte dass es halt auch ein Anlass dann umzubauen bzw.
00:05:35: umzuziehen und dann halt auch viel vom bestehenden aus dem alten Markt mitzunehmen und dort weiterzunutzen
00:05:42: Wenn Unternehmen weniger neu bauen, wir würden dann entschieden welcher Store als erstes irgendwie überholt wird erneuert wird.
00:05:51: Wir hängen das an bestimmten Kriterien.
00:05:53: Wird es da nicht prioritisiert, also wie Umsatzfrequenz oder ist wirklich denn der Zustand ausschlaggebend dafür?
00:05:59: Eine Mischung aus allem!
00:06:00: Also es wird sich weniger an diesen klassischen Zyklen oder Rhythmen orientiert, wie ich gerade schon sagte, sondern es ist mehr das Ergebnis von Wirtschaftlichkeitsanalysen beziehungsweise eines Monitorings des Filialbestands wo halt geschaut wird, wie performen Filialen, hinsichtlich Umsatz aber auch Frequenz.
00:06:19: Wie ist aber auch der Zustrand Durchwort Abnutzungserscheinung, aber auch die technische Ausstattung?
00:06:25: bedarf es hier auch einer Erneuerung oder eine Modernisierung auf den neuesten Stand.
00:06:31: Es geht aber auch darum inwieweit Ladeneinrichtungen schon abgeschrieben sind und wie weit man dann vielleicht auch ein neues investiert.
00:06:39: Und nicht zuletzt ist es abhängig vom Mietvertrag, also wie lange läuft er noch?
00:06:44: Unter welchen Konditionen.
00:06:47: Ergebnis ist dann häufig, dass so eine Art Reporting erstellt wird von den oder Priorisierung von Filialen, wann was dran ist beziehungsweise was gemacht werden sollte.
00:07:00: Häufig erfolgt da eine Clusterung mit entsprechenden Empfehlungen im Hinblick auf die wirtschaftliche Performance, also auch die weitere Entwicklung und der aktuellen Umsätze.
00:07:13: Im Kern geht es eigentlich immer darum dass unter Maßgabe all dieser Kriterien, die ich gerade genannt habe das ist was man prüfen muss wie viel Umbaukosten trägt der Standort noch je nachdem wie lange er auch weiter betrieben wird?
00:07:29: Wie gesagt, hier spielt dann halt die Laufzeit von Mietverträgen auch
00:07:50: hinein.
00:07:59: Wir freuen uns auf dich.
00:08:01: Und jetzt geht es weiter mit der Folge, unabhängig von der Studie.
00:08:06: aber wenn du an Wirkung pro Euro denkst was sind typische Maßnahmen die schnell sichtbar etwas verändern?
00:08:13: Also was lässt sich gut umsetzen?
00:08:15: Ja ich sag das ja eben schon als es um die Optimierung des Marktauftritts ging.
00:08:19: dass ist halt diese kleineren substanziellen Veränderungen sind also neue Farbwelten auch das Sortimente anders präsentiert werden auch etwas häufiger gewechselt wird um halt auch immer wieder neue Inspirationen für Kunden zu schaffen,
00:08:35: aber
00:08:35: auch Beleuchtungskonzepte oder vielleicht noch mal eine gewisse Umplatzierung.
00:08:40: Einfach damit im Kundenhalt signalisiert wird hier passiert was auf der Fläche.
00:08:44: es wird schon dafür gesorgt die Flächen fit zu halten attraktiv zu halten hat doch den Vorteil dass man Budgets dann breiter streuen kann indem er nur so vergleichsweise kleinere Maßnahmen macht mehr Filialen dann auch zumindest punktuell aufwerten zu können.
00:09:04: Also eigentlich passt auch wie Zuhause, weil wenn sie kleinen Sachen die schnell schrauben wo man irgendwie was tun kann es ja auch eigentlich Farbe, Licht um sich dann noch mal eine neue Wohlfühleratmosphäre reinzubringen.
00:09:14: Richtig
00:09:14: ganz genau!
00:09:15: Ja ich würde doch gerne mit dir über die Kosten sprechen.
00:09:18: also Kostendruck und straffes Kostenmanagement sind ja gerade überall spürbar.
00:09:22: wo merkt man das im Ladenbau am deutlichsten?
00:09:24: Also was aus den Gesprächen deutlich wurde war dass ist eigentlich gar nicht mehr so.
00:09:28: die Neuentwicklung oder die komplette Neuerentwickling von Store-Konzepten gibt den neuen Wurf der dann auch möglichst schnell über alle Filialen dann auch ausgebreitet sondern es ist mehr so eine substanzielle Weiterentwicklung, dass man auf bestehenden Konzepten aufsetzt und dann halt kleinere Dinge weiterentwickelt.
00:09:47: Das können andere Materialien sein.
00:09:50: Es kann vielleicht auch mal das ein oder andere Sondermöbel sein, wobei hier die Tendenz eher rückläufig ist.
00:09:56: Wichtig ist, dass wir bei den bestehnden Systemen, die bereits eingesetzt werden, schaut, weiterhin auf Kosteneffizienz hin weiterentwickelt, ohne dadurch Qualität und Funktion zu beeinträchtigen.
00:10:12: Also Stichwort Value Engineering also dieses einen Stellschrauben dann halt weiter drehen damit man halt auf der bereits bestehenden Systeme dann auch weiter aufbauen kann.
00:10:22: Und was sind dabei die größten Kostentreiber?
00:10:24: Im Lebensmittel handelt das weiter in die Kälte-Technik, auf die zwischen vierzigundfünfzig Prozent der Einrichtungskosten entfallen, also die dann schon mal weg sind sozusagen.
00:10:34: Das hat damit zu tun, dass mehr Verbrauchsträger auf der Fläche sind.
00:10:38: Also mehr gekühlte Flächen getrieben durch Convenience-Dortimente aber auch mehr SB war jetzt im Bedienungsbereich das man da halt auch mehr Kühlflächen braucht.
00:10:47: Aber ohne da jetzt allzu sehr in technische Details zu gehen eine forcierte Umstellung auf energieeffiziente Kälte Technik nochmal im Zuge einer Verschärfung der sogenannten F-Gastverordnung.
00:11:00: Da geht es darum, dass bestimmte Kältemittel bis spätestens zum ersten Januar zwanzig dreißig nicht mehr genutzt werden dürfen.
00:11:07: Auch nicht mehr Bewartung und Reparatur.
00:11:10: Und man jetzt halt schauen muss, dass man seine Kälteranlagen darauf entsprechend umstellt.
00:11:15: Generell ist auch überhaupt, dass mehr Technik auf der Fläche ist.
00:11:18: Sicher auch das Kapital gebunden wird wie zum Beispiel die Umrüstung auf Self-Checkout Kassen im Bestand.
00:11:26: Das mag jetzt ein bisschen überraschen weil Kassen nicht Teil des Ladenbau Budgets sind sondern des IT Budgets in den Unternehmen Aber wiederum der Ladenbau oder die Ladenplanungsabteilungen gefordert sind, hier halt die Umrüstung vorzunehmen.
00:11:40: Also die Umplanung wenn feste Kastenplätze durch SCO-Kassenplätze ersetzt werden bedarf es dann häufig auch nochmal nach völligen um oder neu Planung der Kassen und Vorkassenzone was letztendlich auf das Budget der Planungsabteilungen einzahlt.
00:11:56: Und auch LED ist immer noch ein Thema weil es immer auch Unternehmen gibt die nicht komplett von konventioneller Beleuchtung auf LED-Technologie umgestellt haben.
00:12:06: Und es gibt den Spezialfall gerade bei Lebensmittel und Drogeriemärkten, dass diese schon sehr zeitig mit einer Umstellung auf LED Technologie begonnen haben.
00:12:15: und hier jetzt inzwischen weil die prognostizierte Nutzlebungsdauer von fünfzigtausend Betriebsstunden sich so langsam ihre Endezuneigt oder auch schon zugeneigt hat und man hier vor der Herausforderung steht einen ersten Austausch vorzunehmen also nochmal neu zu investieren oft auch verbunden mit einer Neustierung des Beleuchtungskonzeptes.
00:12:35: Also das sind so die wichtigsten Elemente.
00:12:38: Interessant ist, dass gerade auch mit diesem Investitionsschwerpunkt kältet beim Lebensmittelhandel der eine oder andere uns dann ja mit Bedauern gesagt hat, dass da oft weniger für Store Design übrig bleibt.
00:12:52: Man aber doch weiter in diese hochwertige Ladenoptik investieren möchte, gerade von den Vollsortimentern im Lebensmittelhandel kennt.
00:13:02: Und muss man halt schauen, dass man da ein bisschen über Materialitäten und auch Weiterverwendung die Balance hält ohne Abstriche oder Optik machen zu müssen.
00:13:14: Und welche Strategien beschreibt der Ladenmonitor und trotz enger Budgets die Konzeptqualität zu erhalten?
00:13:19: Und woan genau kann man als Händler dann sparen, ohne dass der Kunde es merkt.
00:13:23: Also
00:13:23: man muss es schon von einer Planung her denken, das man schon in der Planungsphase schaut, dass man auf ein möglichst langen Lifecycle hinplant also sprich schaut, daß man die Dinge auch sehr lange nutzen kann sowohl was das Konzept betrifft ich hatte eben schon gesagt eher selbstähnliche Weiterentwicklung aber auch was die Einrichtungsgegenstände betriffte Gehören dann auch Überlegungen zu, beispielsweise ob die eine oder andere Rundung wirklich sein muss.
00:13:48: Oder ob man wirklich drei oder vier Schubladen in einem Möbel hat oder zwei auch genügen?
00:13:54: Man vielleicht doch auf dünnere Regalböden geht oder andere Materialitäten also preisgünstigere Materialitäten und natürlich im Bezug auf bereits vorhandene Konzepte- und Einrichtungsprogramme nochmal drüber nachdenkt, ob man die weiter strafft, also Varianten reduziert Und auch ein hohes Maß an Standardisierung zugrunde legt, sodass sich Systeme sehr breit einsetzen lassen über unterschiedliche Abteilungen oder Formate.
00:14:21: Während man ja in früheren Jahren da oft auch viel mit Sondermöbeln je nach Abteilung oder Vertriebslinie gearbeitet hat.
00:14:28: also das entfällt jetzt weitgehend und natürlich auch dieses ganze Thema.
00:14:33: was kann ich noch weiter nutzen im Fall eines Umbaus oder auch bei einer Weiterentwicklung meines Store-Konzeptes?
00:14:39: Ja, also gerade was jetzt so ein Lebenszyklus von Möbeln oder sowas betrifft.
00:14:43: Da kommt man ja schon an das Thema Nachhaltigkeit und das spielt auch bei der Planung eine Rolle.
00:14:49: Welche Nachhaltigkeitsprinzipien hat die Studie denn so hervorgehoben in Planung, Materialwahl und Lebensdauer?
00:14:56: Ja wie gesagt, man muss schon in der Planungsphase ans Morgen denken oder vielleicht auch an das Ende, an den Rückbau einer Verkaufsstelle und da schon schauen welche Materialien setz ich ein?
00:15:05: Wie kann ich möglichst Material beziehungsweise Ressourcenschungen planen?
00:15:10: Wie kann nicht auch möglichst schauen, dass sich sehr modulare flexibel einsetzbare Ladenbausysteme nutze die halt auch länger längerfristig einsetzbar sind.
00:15:19: Eine Interviewpartnerin hat das ganze Treffen zusammengefasst, dass vor dem Recycling muss die Vermeidung stehen mit weniger Materialeinsatz und weniger Varianten also sprich diese doch sehr breiteinsetzbare multifunktionalen Ladensysteme.
00:15:35: Und wie ich gerade schon gesagt habe, die Weiterverwendung von Laden-Einrichtungen und Ladenelementen spielt immer größere Rolle.
00:15:43: Wir haben gefragt was nutzt ihr denn schon oder wie viel nutzt der dann schon weiter?
00:15:47: Und dem Schnitt liegt bei den Befragten Einhaltsunternehmen inzwischen der Anteil an Einrichtungselementen und Systemen, die auch nach einem Umbau weiter genutzt werden bei durchschnittlich inzwischen fünfzig Prozent.
00:15:59: Also
00:15:59: das ist jetzt gerade schon ein bisschen Reuse Weiterverwendung angesprochen, auch was jetzt so erfüllt werden muss.
00:16:05: Was man weiter verwenden kann?
00:16:07: Hast du da noch andere Punkte, dass das Ladenbaukonzept dann so überhaupt funktioniert und das Reuse stattfinden kann?
00:16:15: Und vielleicht kannst Du uns auch sagen, was sich dadurch in der Logistik oder eine Anlieferungen verändert?
00:16:20: also aus meiner Sicht es nahezu jedes Store Konzept grundsätzlich erst mal für Reuse nutzbar, machbar.
00:16:30: Der Fokus liegt gegenwärtig vor allen Dingen auf Regalierung also Ladenbausystemen und dem Fußboden.
00:16:35: Wenn man das wirklich komplett betrachtet, müssen natürlich auch die Kosten begleitender Prozesse berücksichtigt werden.
00:16:42: Also sprich ich schaue mir vorher erst mal an bevor ich Umbau was kann ich überhaupt noch weiter nutzen?
00:16:47: Muss ich es vorsortieren, reinigen demontieren gegebenenfalls aufbereiten?
00:16:51: also das ist logistisch sicher alles machbar aber ist natürlich mit einem erheblichen Kosten verbunden so dass es nicht überraschend ist dass halt viele Händler erstmal von ihren Lifferanten erwarten dass sie da tätig wird also diese Dinge übernehmen oder zumindest hier das ganze unterstützend begleiten.
00:17:10: Es gibt auch einige wenige Händler, die da auch eigene Systeme und Prozesse aufgebaut haben.
00:17:16: aber man muss es wollen weil oft ist es leider immer noch so dass manches dann doch kostengünstiger neu zu beschaffen ist als wenn ich's dann wirklich konsequent aufbereite und weiter nutze.
00:17:28: wie gesagt es ist halt nicht überraschend das Händlert ja auch eine Unterstützung wenn ich gar Übernahme ihrer Läuferanten in den fraglichen Bereichen erwarten.
00:17:37: Ja, das war doch ein super Einblick schon mal in die Studie.
00:17:40: um welche Themen geht es denn auch so weiter?
00:17:41: Weil wir verlinken die Studien natürlich wieder in den Show-Notes, sodass unsere Hörerinnen und Hörere auch Zugriff darauf haben, wenn sie tiefer einsteigen möchten.
00:17:49: Und welche Themen gibt's da noch?
00:17:50: Klar gehts immer auch wieder um Investitionsbudgets und Kennzahlen für verschiedene Branchen Food non food was immer besonders gerne nachgefragt wird.
00:17:59: Wir konzentrieren uns hier auf neue Objekte, um auch eine gewisse Vergleichbarkeit erzielen zu können.
00:18:06: Ja es entstehen noch neue Läden und Märkte Aber wie wir immer festgestellt haben, der Fokus liegt auf die Bestandsoptimierung.
00:18:13: Aber nichtsdestotrotz haben wir hier auch wieder diese Kennzeilen erhoben vor dem Hintergrund, dass es jetzt mehr Bestands Optimierung gibt und da Lösungen erwartet werden.
00:18:22: Wir fragen natürlich weiterhin nach Auswahlkriterien und Anforderungen bei Lieferanten- und Dienstleistern.
00:18:28: also was wird gerade hier auch vor diesem etwas sich verändernden Rahmenbedingungen erwartet?
00:18:34: Welche Anforderung bestehen?
00:18:36: Und großes Kapitel, da geht es auch wieder um Standorte und Formatportfolios.
00:18:40: Also wie verändern sich auch Standorte?
00:18:42: Wie entstehen noch neue Standorte?
00:18:44: stichwort zum Beispiel Kleinflächen-Standorte wo halt große Flächen aus dem Baumarkt oder Möbelmarkt oder auch Elektronikfachmarkt jetzt mit kleinen Flächen in die Städte gehen um näher an ihre Kunden zu rücken.
00:18:57: Auch das ist ein großes Thema weil da gerade eine Reihe von Konzepten schon umgesetzt sind oder weiter in der Pipeline sind.
00:19:05: Ein ganz schön gehaltvolles Studium.
00:19:07: Ja, das ist sehr umfangreich!
00:19:09: Da lohnt sich auf jeden Fall ein Blick da rein.
00:19:12: Wir kommen jetzt zu einer weiteren Kategorie Fast Forward der Handel in fünf Jahren.
00:19:19: Und zwar möchte ich gerne von dir wissen wie du so die Ladenmauseine in fünf jahren einschätzt.
00:19:24: Also vielleicht kannst du einen kleinen Ausblick geben.
00:19:26: Ich würde es gern auf drei Jahre beschränken einfach weil unsere Studie alle drei Jahre erscheint.
00:19:34: Ja, also ich sehe schon dass dieser Trend das Ladenflächen heute mehr sein müssen als Fährkaufsflächen, also reine Fährkraftflächen.
00:19:41: Das wird sich sicher weiter verstärken wenn auch nicht jede Branche und jedes Store Konzept sich jetzt zu einem solchen ja Experien Retailer entwickeln wird oder auch das sein möchte.
00:19:52: aber man muss schon schauen dass es hier Veränderungen gibt, dass man Kunden mitnimmt dass man auch immer wieder Neues bietet über kuratierte Sortimente und dass man halt auch speziell die Stärken des stationären Handels innen vordergrundrückt, also Test- und Playbereich.
00:20:08: Ich kann alles anpassen, alles ausprobieren, mitnehmen.
00:20:12: Also wirklich diese Stärkungen gegenüber dem Onlinehandel was dieser ja nicht bieten kann stärker ausspielt.
00:20:19: Ich hatte es gerade schon mal erwähnt im Zuge dessen was in der Studie ist ich sehe eine weitere Differenzierung von Standorten und Formaten indem man auch stärker zum Beispiel in Stadtteile hineingeht mit speziellen Angeboten, je nach Branche.
00:20:33: Aber auch kleiner wird um halt näher an die Kunden zu kommen aber auch weil es immer schwieriger wird das große Flächen genehmigt werden am Stadtrand also auch schwierig wird diese überhaupt neu zu bauen.
00:20:45: Digitalisierung wird uns weiter begleiten, aber nur wo nötig und sinnvoll.
00:20:49: Also dort halt, wo ist damit auch eine Verbundnis, eine Verbesserung der Servicequalität und schnellere Prozesse für den Kunden?
00:20:56: Aber auch eine Beschleunigung von rückwärtigen Prozessen, die das Verkaufspersonal entlasten und es ihm ermöglichen sich stärker aufs Kerngeschäft also die Beziehung zum Kunden und das Verkäufen zu konzentrieren.
00:21:09: Ja, das wirtschaftliche Umfeld bleibt sicher weiter auch herausfordernd.
00:21:13: Also wird uns auch weiter ein straffes Kostenmanagement in jeglichen Bereichen nicht nur beim Ladenbau sondern auch an anderen Bereichen innerhalb eines Handelsunternehmens sicher begleiten.
00:21:25: Und speziell im Ladenbaumarkt, sie ist uns ein bisschen gespiegelt worden aus den Gesprächen.
00:21:29: Rechnet man mit einer weiteren Konsolidierung also gewissen Konzentrationen auf Anbieterseite was bei der Gewerbekälte für den Lebensmittelhandel schon sich sehr stark entwickelt hat weil es da schon sehr viele Übernahmen gegeben hat.
00:21:44: aber man rechnet damit auch zunehmend im Ladenbaumarkt bei der klassischen Regalierung Wenn man sich nicht dort auch in stärkere Maße auf die neuen Gegebenheiten einstellt, also weniger standardisierte Lösungen aus dem bestehenden Produktkatalog heraus, sondern mehr partnerschaftliche Entwicklungen und neue Lösungen.
00:22:05: Auch im Hintergrund von Nachhaltigkeitsinnovationen und Produkteinnovations aus diesem Bereich heraus?
00:22:12: Ein intensiver Blick in die Zukunft.
00:22:14: Du bist auf jeden Fall nicht nur hier, sondern auch schon in der Zukunft unterwegs und hast dir viele Gedanken gemacht?
00:22:19: Ja ich nicht nur.
00:22:20: ich muss dazu sagen vieles stammt natürlich aus unseren Gesprächen wo wir auch gefragt haben wie denn so die künftigen Herausforderungen gesehen werden oder wo und was man plant hier auch zu tun und wie man auch die weitere Entwicklung sieht.
00:22:33: und diese Antworten von mir die basieren auch sehr stark auf dieser Einschätzung unserer Gesprächspartner
00:22:38: Ja, okay.
00:22:39: Spannend!
00:22:40: Was dann in den nächsten drei Jahren passiert und was wir dann im Ladenmonitor... ...twanzigneunundzwanzig wiederfinden?
00:22:46: Genau.
00:22:46: Danke, dass du da warst Claudia.
00:22:47: Vielen Dank.
00:22:48: Das wars für heute.
00:22:50: Danke auch euch fürs Zuhören.
00:22:52: Den Link zu Studie findet ihr wie immer in den Show-Notes.
00:22:55: Klar, für ERI Mitglieder ist der Download kostenfrei Und wenn euch die Folge gefallen hat lasst gerne eine Bewertung da.
00:23:02: Schreibt in die Kommentare was euch besonders interessiert hat was ihr mitgenommen habt oder welche Gäste euch im Zukunft interessieren würden.
00:23:09: Bis zum nächsten Mal und
00:23:22: ciao!
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