Schichtplanung neu gedacht – Flexibilität, KI und Mitbestimmung | Quinyx
Shownotes
Moderne Tools unterstützen dabei, Abläufe effizienter und flexibler zu gestalten. Mitarbeitende geben Verfügbarkeiten an, tauschen Schichten, erfassen Zeiten und beantragen Urlaub direkt über Apps.
Was bedeutet das konkret für Händler:innen und Ihre Möglichkeiten? Genau hier im Podcast wird das Thema transparent durch folgendes Fragen:
- Wie lässt sich Personaleinsatzplanung im Handel effizienter und flexibler gestalten, trotz wechselnder Kundenfrequenzen und Abwesenheiten?
- Welche Rolle spielen digitale Tools und KI bei der Optimierung von Dienstplänen und Arbeitsabläufen?
- Wie können Unternehmen ein Workforce Management Schritt für Schritt einführen, um Mitarbeitende einzubinden und gleichzeitig Planung und Transparenz zu verbessern?
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Host: Anja Borberg – Fragen, Feedback, einfach nur vernetzen – meld dich gerne bei mir über LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anja-borberg-76759234
Transkript anzeigen
00:00:01: EHE Retail Insights.
00:00:05: Der Podcast für alle, die im Retail entscheiden und die von den Besten lernen wollen.
00:00:11: Willkommen bei den EHE Retail Insights.
00:00:15: Mein Name ist Anja Boberg.
00:00:16: Unser Leitgedanke im EHE lautet, gemeinsam besser handeln.
00:00:20: Und genau darum geht es in diesem Podcast.
00:00:22: Wir sprechen jede Woche über Themen, die den Handel bewegen.
00:00:25: Ob strategische Entscheidungen, technologische Innovationen, Herausforderungen und die großen Trends der Zukunft.
00:00:31: Wenn du verstehen willst, wie Handel sich weiterentwickelt und welche Ideen morgen relevant sind, dann bist du hier richtig.
00:00:38: Du bekommst Erfahrung, klare Impulse, Real Insights.
00:00:42: Los geht's!
00:00:45: Wir stellen uns einen ganz normalen Tag in einer Filiale in einem Store vor.
00:00:49: Morgens kommen weniger Kundinnen, mittags wird es voll, am Nachmittag wird es wieder ruhiger, am Abend zieht es wieder an.
00:00:54: Gleichzeitig gibt es Urlaub, Krankmeldung, Teilzeitaushilfen und auch gesetzliche Regelungen, die eingehalten werden müssen.
00:01:00: All das... landet am Ende in einem Dienstplan.
00:01:03: Und genau da entscheidet sich, ob der Tag entspannt weiterläuft oder ob man einfach nur reagiert.
00:01:08: Heute möchte ich zu diesem Thema sprechen, wie Daten, Automatisierung und die KI dabei helfen können, den Arbeitsalltag im Handel zu erleichtern.
00:01:16: Unser Supporter des Monats ist Quinex.
00:01:18: Zwei Tausend Fünf in Schweden von Erik Fjellborg gegründet.
00:01:22: Interessanterweise, weil er bei McDonalds arbeitete und er kannte wie unglaublich zeitaufwendig und manuell die Erstellung von Dienstplänen war.
00:01:29: Er programmierte die erste Version.
00:01:31: Mein Gast ist Freddy Tim, Account Executive bei Qwinnix.
00:01:36: Er arbeitet seit Jahren mit Handelsunternehmen zusammen und weiß sehr genau, wo es hakt und was schon gut läuft und wo noch richtig viel Potenzial liegt.
00:01:44: Herzlich willkommen Freddy.
00:01:45: Vielen Dank Anja, danke für die Einleitung und ich freue mich heute hier zu sein und mit dir über das Thema sprechen zu können.
00:01:52: Meine Frage jetzt, so als Einstieg, hat mich so ein bisschen an so ein Tabuspiel erinnert, um nicht direkt in diesem Buzzword zu starten, eher so umschreibe den Begriff, ohne ihn zu nennen, wenn ich sage, das Zusammenspiel von Planung, Zeit, Ablauf, Menschen und Regeln, wenn das zusammenkommt, was ist das dann?
00:02:09: Gute Einstiegsfrage, also im Deutschen sprechen wir maßgeblich immer vom Thema Personal-Einsatzplanung, im Englischen aber auch im Deutschen spricht man häufig auch vom Workforce Management.
00:02:21: immer so ein bisschen auf die Definitionen, aber das Workforce Management umfasst meistens dann ganz kleines bisschen mehr als nur ganz konkret die Dienstplanung, sondern eben auch alles was sich noch.
00:02:31: drum herum abspielen muss.
00:02:33: Es geht also nicht nur darum, Plan zu schreiben, sondern das Ganze auch beispielsweise dann dem Mitarbeitenden zukommen zu lassen oder die Veränderungen auf dem Laufenden zu halten.
00:02:41: Ich habe einerseits eine bessere Planbarkeit für meine Mitarbeitenden.
00:02:45: Was hat sich in den letzten Jahren so spürbar verändert im Handel, dass das eben notwendig geworden ist?
00:02:50: Das ist notwendig geworden.
00:02:51: Es ist ein guter Punkt.
00:02:52: Also auch schon früher hat man natürlich vom Thema Workforce Management und Personal-Einsatzplanung profitieren können, weil es einfach dabei hilft, Prozesse effizienter zu gestalten, weil es grundsätzlich auch dabei helfen kann, Mitarbeiter dabei zu unterstützen, Berufsleben und Privatleben in Einklang miteinander zu bringen und dann eine bessere Balance zu schaffen.
00:03:12: Und ich denke... Um deine Frage jetzt auch mal zu beantworten, warum ist das jetzt notwendig geworden?
00:03:18: oder warum ist es jetzt wichtiger denn je?
00:03:21: Er liegt unter anderem daran, dass der Handel einfach unter großem Druck steht.
00:03:25: So, das liegt an den Konkurrenzsituationen, das liegt an steigenden Arbeitskosten etc.
00:03:31: Also man kann da auf ganz, ganz viele verschiedene Aspekte schauen und ich denke, das macht es wichtiger denn je für den Handel möglichst effizient.
00:03:40: zu arbeiten und die Prozesse so gut wie möglich aufzustellen sollen.
00:03:44: Dazu gehört dann auch immer in irgendeiner Weise eine systemseitige Unterstützung, Digitalisierung wie auch immer und Workforce Management ist dann halt einer dieser ganzen Bausteine.
00:03:54: Ja, früher waren es riesen Tafeln, wo man Namensschilder hin und her geschoben hat und ganz wahnsinnig wurde.
00:03:59: wenn der Plan nicht mehr aufging.
00:04:00: Du bist ja im ganz engen Austausch mit euren Kundinnen.
00:04:03: Wenn du auf deine Projekte schaust, ist es eher so der Ansatz, ich brauchte was du haktest.
00:04:08: oder ist dann die Herausforderung, wie setze ich das um, wie nutze ich das Tool?
00:04:12: Ich würde sagen, beides abhängig vom jeweiligen Kunden, von der Situation innerhalb derer sich der Kunde oder der Interessent befindet und auch wirklich abhängig vom spezifischen Anwendungsfall.
00:04:25: Also das ist schwer, das allgemein zu beantworten.
00:04:28: Wir treffen immer mal wieder auf Interessenten, die sagen, hey, wir haben hier eigentlich noch nichts und würden jetzt gerne irgendwie mal ins digitale Zeitalter vorrücken.
00:04:37: Oder wir arbeiten aktuell mit Excel, innerhalb dessen man natürlich auch so einen Plan schreiben kann.
00:04:43: Aber was dann viele Leute nicht bedenken, ist eben, wir hatten es eingangs gesagt, das Thema endet ja nicht dabei, wenn der Plan mal geschrieben ist, sondern der Plan muss auch irgendwie kommuniziert werden.
00:04:55: Es muss auch über etwaige Änderungen... eine Benachrichtigung aller übetroffenen Personen stattfinden und das unterstützt Excel dann eben zum Beispiel nicht.
00:05:03: Auf der anderen Seite gibt es aber auch tatsächlich immer mal wieder Interessenten, bei denen man auf die Herausforderung trifft, dass die wirklich eine Lösung eingekauft haben schon und das Ganze aber, wenn man es jetzt hart ausdrücken möchte, in der Umsetzung gescheitert ist.
00:05:18: Dadurch, dass es vielleicht von der Belegschaft nicht angenommen wurde, dadurch, dass das Unternehmen einfach unterschätzt hat, dass da einfach auch komplett Nexität drin steckt, denn es geht ja nicht nur darum, eine Gesetzgebung einfach mal eben in der Lösung abzubilden.
00:05:32: Das ist unterm Strich eigentlich relativ einfach, so weil die steht irgendwo.
00:05:37: Darüber hinaus gibt es häufig auch in der betriebliche Regelung, die dann wirklich Unternehmensspezifisch sind, die sogar Standort spezifisch auch sein können, wenn es einfach lokale Betriebsräte und lokale Betriebsvereinbarungen gibt.
00:05:50: Und das macht das ganze Thema dann doch.
00:05:52: sehr komplex.
00:05:54: Und wenn Unternehmen das Ganze in der Umsetzung unterschätzen, trifft man immer mal wieder Auffälle, in denen das Change Management nicht so durchgeführt wurde, dass die Lösung am Ende auch wirklich angenommen wurde.
00:06:06: Also es gibt beides.
00:06:08: Ich muss mal einen Sprung zurückmachen.
00:06:10: Du hast gesagt, es hört ja nicht nur bei der Planung auf, sondern eigentlich wird es dann ja richtig spannend, wenn ich vielleicht pleite schieben muss, wenn jemand ausfällt, wenn jemand in einer anderen Schicht arbeiten möchte.
00:06:20: Und da habe ich gelesen, es gibt auch eine App, die man nutzen kann und kann eben auch mit Kolleginnen kommunizieren und untereinander Dinge regeln.
00:06:28: Ja, erstmal völlig richtig.
00:06:30: Es gibt eine App und auch das, was du gerade beschrieben hast, ist möglich.
00:06:34: Wichtig an der Stelle ist natürlich, dass das was Mitarbeiter nachher mit der Applikation machen können, immer vom Unternehmen gesteuert werden kann.
00:06:43: Das heißt, Dinge lassen sich ein oder ausschalten, je nachdem, welche Freiheiten das Unternehmen den Mitarbeitenden einräumen möchte.
00:06:49: Ein Diensttausch ist ein ganz klassisches Beispiel, in dem man also Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, zum Beispiel untereinander Dienste zu tauschen und auch dahinter kann dann immer noch mal ein Freigabeprozess stehen oder sich gegebenenfalls auf ein aktuell noch nicht besetzten Dienst zu bewerben.
00:07:06: oder Wenn man das Ganze umdrehen will, dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Mitarbeitenden Dienste anzubieten, die vielleicht aktuell noch nicht besetzt sind, dann lässt sich durch so eine Einbindung der Mitarbeitenden natürlich ein Gefühl der Selbstbestimmung auch schaffen.
00:07:21: Und es ist hier bis zum gewissen Grad dann tatsächlich auch eine Selbstbestimmung natürlich nicht völlig frei.
00:07:26: So, das funktioniert in der Praxis nur, wenn man ausschließlich sehr gewissenhafte Mitarbeiter hat.
00:07:32: Aber definitiv ist es ein Thema und es wird immer Thema Mitarbeitende abzuruholen, was das Thema Dienstplanung eingeht und den Freiheitsgrade einzuräumen, damit die eben auch, ich hatte es eingangs auch schon mal, glaube ich, erwähnt, das Schlagwort, also Vereinbarkeit von Berufsleben und auch Privatleben.
00:07:52: So das wird immer relevanter und wird auch für Menschen immer wichtiger tatsächlich.
00:07:57: Also findet man in etlichen Umfragen wieder so grundsätzlich ist es so, dass zumindest jetzt mal seit meiner Generation je jünger die Leute geworden sind, desto mehr wollen die sich irgendwie selbst verwirklichen auch und desto wichtiger wird das irgendwie für die dann auch Arbeit und Privatleben unter Einhut zu bekommen und gegebenenfalls dann auch mal sagen zu können, hey, ich würde gerne über nächste Woche Freitag nicht arbeiten, aber dafür dann am Mittwoch.
00:08:21: Transparenz, die das System natürlich schafft, gibt ja ganz viel Flexibilität, eben auch im Zusammenspiel von Urlaubstageinreichen oder sehr wahrscheinlich Freitage oder Überstunden abzubauen.
00:08:32: Und so haben ja irgendwie alle Beteiligten einen Überblick über dieses Thema, finde ich klasse.
00:08:37: Wo stehen denn die Handelsunternehmen heute?
00:08:39: Gibt es deiner Meinung nach ganz viel ungenutztes Potenzial?
00:08:43: Vielleicht der ist natürlich auch abhängig von der Unternehmensgröße, aber was sagt so da deine Einschätzung?
00:08:48: Deine Einschätzung, das ist abhängig von der Unternehmens- Unternehmensgröße ist erst mal völlig richtig meiner Meinung nach.
00:08:53: Es kommt allerdings nicht nur auf die Unternehmensgröße an, sondern auch immer auf die Größe der einzelnen Standorte, die geplant werden.
00:09:01: Ich persönlich würde jetzt erst mal in den Raum stellen wollen, dass nahezu alle Unternehmen davon profitieren können, ihre Dienstplanung zu digitalisieren.
00:09:10: weil es eben sehr viel in der Kommunikation erleichtert, es ist sehr viel leichter anzupassen, es ist sehr viel leichter die Mitarbeitenden zu informieren über etwaige Änderungen.
00:09:19: Ob Unternehmen dann von einer Automatisierung der Dienstplanung oder dem Einsatz von künstlicher Intelligenz nachher auch profitieren können, hängt aber wirklich von deren Anwendungsfall ab.
00:09:30: Um das ganz plakativ mal zu sagen, wenn ich einen ganz ganz kleinen Standort habe als Einzelhändler, den ich einfach in der Minimalbesetzung betreue.
00:09:39: So, ich hab eigentlich immer nur irgendwie eine Person da und in der Mittagspause, wenn die Person in die Pause geht, so dann wird der Laden eine halbe Stunde zugemacht, dann kann ich dann nichts optimieren.
00:09:49: So will ich denn da irgendwie noch eine Stunde einsparen oder so, das gibt nicht.
00:09:52: So, es ist sowieso schon nur eine Person pro Stunde da.
00:09:55: Wenn ich aber natürlich dann größere Standorte habe, also wenn wir jetzt als Beispiel einfach größere Lebensmittel Einzelhandelsmärkte zum Beispiel nehmen, wo dann dreißig, vierzig, fünfzig, sechszig Leute vielleicht gleichzeitig rumlaufen, dann hab ich natürlich schon die Möglichkeit... zu schauen.
00:10:09: Okay, ich habe hier gewisse Zeiträume, in denen es einfach weniger Kunden aufkommen, in denen es weniger zu tun.
00:10:16: Da kann ich dann vielleicht durchaus weniger Personal planen, was dann einfach eine Steigerung der Stundeneffizienz mit sich bringt.
00:10:25: Und deshalb würde ich sagen, grundsätzlich können alle Unternehmen davon profitieren, in welchem Ausmaß und von welchen Technologien die Unternehmen nachher stark profitieren können, hängt wirklich von deren Anwendungsfällen ab.
00:10:38: Also, das ist bedarfsorientiert, kann ich total nachvollziehen.
00:10:42: Was empfiehlst du denn so?
00:10:43: Händlerinnen, die heute klassisch planen, aber so den ersten Schritt noch gehen müssen, wollen, die halt sagen, klingt interessant, würde mir den Alltag erleichtern.
00:10:53: Wie gehe ich heran?
00:10:54: Grundsätzlich bin ich der Meinung von der Digitalisierung profitieren erst mal alle Anwendungsfälle in der Planung.
00:11:01: Das heißt, wenn ich aktuell noch mit Stift und Papier arbeite, ist es mit Sicherheit von Vorteil, wenn ich auf irgendein digitales Tool setze.
00:11:08: Und mit digitalem Tool meine ich jetzt kein Excel, sondern wirklich ein für die Planung auch gedachtes Tool.
00:11:14: Denn wir haben es jetzt schon zweimal gesagt, ich kann in Excel'n Plan schreiben, aber alles drum herum, was auch noch zum Workforce Management gehört, fällt einfach hinten über.
00:11:23: Also in erster Linie würde ich Unternehmen empfehlen, sich überhaupt mal mit digitalen Planungstools auseinanderzusetzen.
00:11:31: Und auch wenn wir jetzt immer von Planung gesprochen haben, gehört dann natürlich auch das von dir angesprochene Urlaubsmanagement oder Abwesenheitsmanagement mit rein.
00:11:41: Und in vielen Fällen auch das ganze Thema Zeitmanagement, denn ich möchte, wenn ich in so ein Tool Schaue und Plane gegebenenfalls dann auch die Istwerte dagegen vergleichen können.
00:11:49: Hey, wie habe ich geplant, wie wurde tatsächlich gearbeitet?
00:11:52: Grundsätzlich total operativ relevant sich sowas mal anzuschauen.
00:11:56: Das wäre der erste sinnvolle Schritt in meinen Augen.
00:12:00: Die meisten Anbieter, so wie jetzt wir als Königs auch, sind modular aufgebaut.
00:12:06: Das heißt, ich kann auch mit so einer Grundfunktionalität starten und das gegebenenfalls zum späteren Zeitpunkt erweitern, wenn es denn für mich und meinen Anwendungsfall sinnvoll ist.
00:12:17: So, das wäre für die Unternehmen, die mit dem Thema wirklich extrem wenig Beruhungspunkte bisher hatten.
00:12:22: Wenn ich schon Tool einsetze, wenn mein Unternehmen es schon letztendlich adaptiert hat, digital irgendwie zu arbeiten, was das Thema Planung angeht, die Mitarbeitenden nutzen schon eine mobile Applikation oder was man auch immer sagen muss, was sehr, sehr wichtig ist oder auch gegebenenfalls einfach nur eine Web-Applikation, denn in der Regel kann man die Mitarbeiter nie dazu zwingen, irgendwie das jetzt auf ein Privatgerät zu nutzen.
00:12:48: und gerade wenn wir über den Lebensmittel-Einzelhandel sprechen, Teilen die wenigsten Einzelhändler an alle ihre Mitarbeitenden auf der Fläche Mobilgeräte aus.
00:12:56: Es gibt welche, tatsächlich auch mit über Zehntausenden von Mitarbeitenden, das ist aber immer eine Ausnahme.
00:13:03: So, wenn Unternehmen also schon digitale Tools einsetzen, dann wäre der nächste Schritt sich anzuschauen, was in dem Bereich jetzt noch optimiert werden kann.
00:13:14: Das kann man einerseits verstehen als Automatisierung von bestehenden Prozessen.
00:13:20: Das heißt, okay, ich schreibe aktuell mein Dienstplan immer händisch.
00:13:26: aber also elektronisch natürlich in der digitalen Lösung aber manuell.
00:13:30: Und es gibt dann Möglichkeiten, dass die Systeme das Ganze automatisch machen.
00:13:35: Eine Automatisierung bedeutet an der Stelle dann aber erst mal nur, dass das, was ich sowieso händisch gemacht hätte, dann einfach automatisch abläuft, was mir dann als zum Beispiel planende Personen erlaubt, Zeit einzusparen im Planungsprozess, die ich verwenden kann, um mein Personal besser zu führen oder um auf der Fläche selber den Vertrieb zu unterhalten.
00:13:55: oder ähnliches.
00:13:56: Eine andere Möglichkeit ist tatsächlich neben der Automatisierung auch eine Optimierung, denn mithilfe von digitalen Tools und der Unterstützung innerhalb dieser digitalen Tools, also ob das jetzt Algorithmen sind oder ob das KI ist oder oder oder, alles unterschiedliche Werkzeuge, die alle ihre Stärken und Schwächen haben, die wiederum können nichtsdestotrotz ganz allgemein dabei unterstützen, Dinge nicht nur zu automatisieren, sondern Dinge einfach auch besser zu machen.
00:14:26: Du hattest vorhin die Bedarfsprognosen angesprochen und das ist definitiv ein Punkt, in dem Algorithmen aber tatsächlich da auch ganz explizit künstliche Intelligenz einfach besser sind, als wir Menschen.
00:14:41: So, wir sind relativ schlechteren, uns die Umsätze der letzten drei Jahre anzugucken und dann daraus abzuleiten, na gut.
00:14:50: Ich gehe mal davon aus, morgen läuft das so und so ab.
00:14:53: Und wenn wir sagen, na gut, wir müssen das für einen ganzen Tag machen, dann geht das gegebenenfalls vielleicht sogar noch.
00:14:58: Aber die Aussage, dass ich morgen... X-Euro-Umsatz macht reicht mehr noch nicht.
00:15:03: Ich muss meine Mitarbeitenden ja auf Zeitintervalle planen und nicht sagen, ja, ich brauche morgen zehn Mitarbeiter, sondern ich brauche morgen zum achten bestimmte Anzahl an Mitarbeitenden, zum mittagszeitende bestimmte Anzahl an Mitarbeitenden.
00:15:14: Und abends vielleicht, wenn die Leute nach ihrer Arbeit an Einkäufe tätigen, sei es im Lebensmitteleinzelhandel, sei es im Fashion-Einzelhandel und
00:15:22: Co.,
00:15:22: dann ist tendenziell wahrscheinlich mehr los als vormittags Wochenende jetzt mal ausgenommen.
00:15:27: In so einer Mustererkennung kann eine KI beispielsweise unterstützen, aber ganz allgemein gesagt ist das dann eben Bereich, in dem sich Optimierungspotenziale auf jeden Fall... wiederfinden.
00:15:38: So, da gibt es viele andere Beispiele, aber das ist jetzt eines.
00:15:41: Während du gerade erzählt hast, sind mir so zwei Bilder in den Kopf kommen, nämlich so die Usersicht.
00:15:47: Einerseits, also wenn ich jetzt mitarbeitende bin und eben kein Smartphone zur Verfügung habe, wie logge ich mich ein.
00:15:54: Es ist eine webbasierte Lösung, die ich da nutzen kann, in die ich mich einlogge.
00:15:58: Das ist meine eine Sache, die mir in den Sinn gekommen ist und die andere.
00:16:01: Von der anderen Perspektive, wie macht das jemand, der dort sitzt und diese Zahlen eben sich anschaut und ist und so.
00:16:07: hat er eine Art Dashboard?
00:16:09: Zwei komplett unterschiedliche Fragen würde ich erst mal voneinander loslösen wollen und erst mal deine erste Frage beantworten.
00:16:15: Genau richtig.
00:16:16: Also es gibt neben der mobilen Applikation immer noch mal eine sogenannte Web-Applikation.
00:16:22: Das ist ganz plump gesagt nichts anderes als eine Webseite, auf der ich mir Dinge aufrufen kann.
00:16:29: Und da kann ich mich als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin dann auch mit meinen Daten anmelden und kann meine Planung einsehen, kann eine Abwesenheit beantragen und co.
00:16:39: Das heißt, es gibt einfach zur mobilen Applikation eine Alternative, die ich Im Grunde genommen, nachher Geräte unabhängig nutzen kann.
00:16:47: Hauptsache, da läuft irgendein Browser drauf.
00:16:49: Also egal, ob das ein Laptop, ein Tablet, ein Desktop-Computer ist.
00:16:53: Die planenden Personen, die nachher Pläne erstellen, soll, ist, vergleichen und co.
00:17:00: Für die ist das Ganze zumindest jetzt mal bei uns als Web-Applikation gelöst.
00:17:06: dadurch, dass ich mir in der Regel einfach mehr Informationen auf einmal darstellen lasse als ein individueller Mitarbeiter oder eine individuelle Mitarbeiterin.
00:17:17: Das Ganze als Webreplikation kann ich auch natürlich auf einem Tablet aufrufen, aber wir empfehlen da immer, dass man zumindest mal mindestens so sieben Zoll oder sowas Bildschirm-Diagonale hat.
00:17:27: Das ist dann ein kleines Tablet, damit man da auch sinnvoll planen kann.
00:17:31: In der Theorie kann ich mir das Ganze auch auf dem Smartphone aufrufen, aber wenn ich dann irgendwie zwanzig Mitarbeiter überblicken will auf so einem kleinen Bildschirm, dann ist das entweder unendlich klein oder ich muss die ganze Zeit hin und her scrollen, was einfach unangenehm ist.
00:17:43: Ich plan ja auch nicht selbst schon nicht im Smartphone, sondern irgendwie da doch im Büro.
00:17:47: Genau.
00:17:48: Jetzt gibt es ja schon ganz viele Möglichkeiten, was man tun kann, wie du gesagt hast und auch noch toppen kann durch die KI, jetzt noch ein bisschen weiter in die Zukunft geschaut.
00:17:57: Drei bis fünf Jahre nach vorne, was meinst du?
00:17:59: Hast du eine Idee?
00:18:00: Hast du einen Wunsch, wie so ein Workforce-Management-Programm aussehen könnte?
00:18:04: Schön, dass du die Frage so stellst, Ideen und Wünsche habe ich natürlich, wie es tatsächlich in fünf Jahren aussieht.
00:18:10: Keine Ahnung.
00:18:11: Wer weiß das schon?
00:18:12: Ich glaube, sonst würden wir alle anderen Berufen nachgehen.
00:18:14: Aber ich kann ja mal teilen, was ich glaube und denke.
00:18:18: KI aktuell in aller Munde.
00:18:21: Ich selber hatte schon angesprochen, im Bereich so Forecasting und Mustererkennung ist KI natürlich besonders stark und deshalb findet KI zum Beispiel im Bereich der Prognosenanwendung.
00:18:31: Ein weiterer Bereich, in dem KI im Moment in ganz, ganz vielen Softwareunternehmen Einzug findet, ist die sogenannte Agentic AI, das heißt AI Agents, die Nutzer in gewissen Tätigkeiten unterstützen sollen.
00:18:45: Wer selber haben das Ganze zum Beispiel implementiert, um Nutzern leichteren Zugang zu Wissen zu ermöglichen, sei es klinik-bezogendes Wissen, sei es aber auch Wissen mit dem Unternehmen das Ganze einfach füttern können, also eigene Betriebsvereinbarungen oder Produkte oder oder oder.
00:19:03: So, und das ist jetzt nur ein Beispiel, das heißt, ich kann dann diesen Agent befragen, hey, wie ist das nochmal mit meiner Überstundenregelung?
00:19:10: Oder wie war das mit den Allergenen in diesem Produkt, worauf muss ich dachten?
00:19:16: Das ist so jetzt ein allererster Schritt bei uns ganz speziell.
00:19:19: Es gibt aber Agents für alles Mögliche und man kann diese Agents an allerlei Stellen einsetzen.
00:19:25: Hey, ich würde nächstes Jahr ganz gerne mit meiner Familie Urlaub machen.
00:19:30: Wir wollen misten, zumindest zweieinhalb Wochen weg.
00:19:34: Wie kann ich meinen Urlaub einreichen, damit die Wahrscheinlichkeit Am höchsten ist, dass ich den auch freigegeben bekomme, basierend auf den Urlauben meiner anderen Kollegen und Kolleginnen, die vielleicht schon geplant sind und auch basierend auf den Lastspitzen, die wir so in unserem Geschäft das Jahr über haben.
00:19:52: Fashion, klar, saisonaler Wechsel, Lebensmittel-Einzelhandel relativ konstant, Getränkefachmärkte im Sommer wahrscheinlich, wenn es warm ist, sehr viel mehr los.
00:20:01: Das bedeutet, dass sehr wahrscheinlich die Entwicklung dahin gehen wird, dass ich nicht nur Agents befragen kann, sondern diese Agents auch anfangen werden, in einem ersten Schritt proaktiv Vorschläge zu unterbreiten.
00:20:16: Hey, du hast dein Urlaub für nächstes Jahr noch nicht eingereicht.
00:20:19: Die letzten drei Jahre hast du immer mindestens zwei Wochen am Stück genommen und vorzugsweise irgendwie im Sommer.
00:20:24: Aktuell würde es dann und dann passen, soll ich den Antrag für dich einreichen.
00:20:28: Oder Resturlaubstage zu verbraten.
00:20:31: Ganz wichtiges Thema bis Ende März.
00:20:33: Genau.
00:20:34: Genau so was.
00:20:35: Hey, du hast noch vier Resturlaubstage.
00:20:37: So, wir haben jetzt bis Ende März noch X Arbeitstage.
00:20:41: In der Vergangenheit hast du immer gerne lange Wochenenden gemacht.
00:20:43: Soll ich mal gucken, wo die gut hinpassen würden und ihren Vorschlag unterbreiten.
00:20:47: Das sind so die Punkte.
00:20:48: Also so proaktive Vorschläge ist dann das eine und aufbauen darauf.
00:20:53: kann man dann natürlich anfangen auch wieder und dann sprechen wir wieder über eine Automatisierung, Dinge zukünftig automatisch ablaufen zu lassen.
00:21:00: Hey, soll ich in Zukunft, wenn du Resturlaub mit in den März nimmst, sofort irgendwie versuchen, paar lange Wochenenden draus zu machen und wenn möglich, was, wie heißt die, Feiertage, genau?
00:21:12: Und wenn möglich, Feiertage berücksichtigen, um die Wochenenden so lange wie möglich zu machen.
00:21:16: Ja, nein, ja, wunderbar.
00:21:18: Vielen Dank, mache ich und sage den Zukunft Bescheid.
00:21:20: Also ich gehe davon aus, dass der nächste Schritt wirklich proaktive Vorschläge sein werden, auch wirklich basierend dann auf dem individuellen Nutzendenverhalten.
00:21:28: Das heißt, dass Ich als Freddy basierend darauf, wie ich mich in der Vergangenheit verhalten habe, dann Vorschläge vom System bekommen, so wie wir auch schon ganz viel Werbung bekommen.
00:21:38: Und der nächste Schritt dann wahrscheinlich sein wird, dass das System mir anbietet, Aktionen automatisch auf meinen vergangenen Aktionen einfach durchzuführen, sodass ich mir da eigentlich gar keine Gedanken mehr drum machen muss.
00:21:51: Das klingt eigentlich ziemlich realistisch schon und gar nicht mehr.
00:21:54: noch so viel Träumen und Wünschen, oder?
00:21:56: Das ist so nicht mehr so weit weg.
00:21:58: Wichtig wird dann immer sein, inwiefern Mitarbeitende so einem System sowas auch erlauben wollen.
00:22:07: Denn natürlich erfordert das in gewissen Maßen irgendwie auch die Nutzung persönlicher Daten.
00:22:12: Vor dem Hintergrund DSGVO wird man sowas aller Voraussicht nach nie pauschalisieren können, sondern es wird immer eine Entscheidung der einzelnen Nutzenden bleiben.
00:22:22: Kann ich, möchte ich das ganze Nutzen im Austausch für meine Nutzungsdaten?
00:22:26: denn die muss das System haben, ansonsten weiß es nicht, wie es sich verhalten sollte oder möchte ich diese Daten lieber nicht teilen.
00:22:34: Also da wird es konkurrierende Interessen geben und dann mit Sicherheit werden Personen einfach unterschiedlich damit umgehen, so wie es jetzt ja auch schon.
00:22:42: Leute gibt die alle ihre Mittagessen ab Fotografieren und ChatGPT zum Beispiel dann mitteilen, um zu tracken, wie viel Kalorien nämlich zu mir ist das, was ich irgendwie zu mir nehme, eine ausgeglichene Ernährung und so weiter.
00:22:55: Im Gegenzug dafür, dass das System aber einfach weiß, wie ich mich ernähre und so weiter.
00:22:59: Und dann im Umkehrschluss die Möglichkeit besteht, mich ganz spezifisch mit Werbung zu bespielen.
00:23:05: Hey, wir haben demnächst Hühnchen und Reis im Angebot.
00:23:09: Das ist doch bestimmt was für dich.
00:23:10: Du ist das doch irgendwie viermal die Woche, was ja auch nicht unbedingt schlecht ist.
00:23:14: Aber man muss für sich selber nachher entscheiden, wie weit möchte man sich da öffnen, im Gegenzug dafür, dass dieses Thema ein unterstützen kann.
00:23:22: Auf jeden Fall ist so einiges vermutlich möglich und wird auch noch kommen.
00:23:26: Gar nicht weit weg, quasi vor der Tür in unserer Nachbarstadt Düsseldorf findet ja bald und zwar im Februar die Euroshop statt.
00:23:34: Und letztes Jahr bin ich dort gewesen, das war dann die Eurosis, weil letztendlich ist ja eine große Retail-Messe, die stattfindet.
00:23:40: Meint ich, ich habe einen Stand gesehen, ich glaube, da gab es Socken zu gewinnen, habe ich leider nicht, aber mich gefragt, seid ihr dies ja auch da?
00:23:46: Ja, wir sind dieses Jahr auch wieder da.
00:23:48: Dieses Jahr, wie du schon sagst, ist Euro-Shop also ein bisschen größer jetzt als die letzten Jahre.
00:23:53: Ich selber werde auch da sein, andere Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschen Team auch, aber auch internationale Kollegen nachher aus den Niederlanden und aus der UK.
00:24:02: Das heißt, für uns ist das eine sehr, sehr wichtige Messe.
00:24:05: Und wir werden, ich muss mal ganz kurz nachschauen, ich kann es mir immer nicht merken, wir werden in Halle V an Stand F-Zweiundzwanzig zu finden sein.
00:24:13: Und ich freue mich natürlich, wenn irgendjemand Interesse hat, vorbeizukommen.
00:24:17: Socken haben wir ganz bestimmt dabei.
00:24:19: Zimtschnecken mit unserer schwedischen Herkunft werden wir auch anbieten.
00:24:23: Na dann komme ich natürlich rum.
00:24:25: Ja super, dann ist das eine Einladung für alle anderen, die uns heute zuhört haben.
00:24:29: Ich danke dir.
00:24:29: Wir haben ein bisschen hinter die Kulisse geschaut und versucht, dieses Workforce-Management mit Beispielen zu belegen und zu sehen, wie beide Seiten von der Personaleinsatzplanung über die Zeiterfassung, Urlaubsplanung, aber auch die Kommunikation und das Aufgaben-Management tolle Unterstützung bieten können.
00:24:47: Richtig spannend auf den Blick in die Zukunft.
00:24:49: Ich bin überrascht, was alles kommen wird und sage Danke und vielleicht bis Mitte Februar, Dreiundzwanzend Februar auf der Euroshop.
00:24:56: Vielen Dank auch meinerseits, hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich, dich vielleicht auf der Euro-Shop zu treffen.
00:25:09: Mit
00:25:23: unserem Wissen die Zukunft des Handels gestalten.
00:25:27: Dafür forschen wir EHI.
00:25:31: Gemeinsam besser handeln.
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